EP2-Series: Liteon packt 2 TByte auf eine M.2-SSD
Der SSD-Hersteller Liteon hat auf dem Flash Memory Summit 2015 seine neue EP2-Serie ausgestellt. Die Solid State Drives in M.2-Steckkärtchen-Bauweise sichern je nach Modell bis zu 2 TByte an Daten und damit mehr als die meisten heute verfügbaren SSDs anderer Unternehmen. Die hohe Kapazität wird zudem mit schnellem Flash-Speicher erreicht, weshalb die EP2-Drives eine Option für mobile und schlanke Workstation-Notebooks sind.
Vorgestellt hatte Liteon die SSDs der EP2-Serie(öffnet im neuen Fenster) bereits vor einigen Tagen, die Kollegen von The SSD Review(öffnet im neuen Fenster) haben auf dem Flash Memory Summit 2015 weitere Informationen erhalten: Als Controller setzt Liteon Marvells 88SS1093 ein. Der unter dem Codename Eldora entwickelte Chip unterstützt das NVMe-Protokoll und vier PCIe-3.0-Lanes. Liteon plant EP2-Modelle mit Kapazitäten von 120, 240, 480, 960 und 1.920 GByte anzubieten.
Zwei TByte sind das von Marvell für den 88SS1093-Controller ausgewiesene Limit, wenngleich mit 256-GBit-TLC-Flash künftig mehr Kapazität möglich sein dürfte. Liteon verbaut Toshiba-Speicher, wir vermuten 128-GBit-MLC-Dies, da nur diese die beworbene Geschwindigkeit erreichen. Für die größeren Modelle nennt der Hersteller eine Leserate von bis zu 2,2 und eine Schreibrate von bis 1,3 GByte pro Sekunde. Die Input-/Output-Operationen bei wahlfreien Zugriffen belaufen sich auf bis zu 250.000 und 25.000 pro Sekunde.
Einziges Problem der EP2-SSDs ist ihre Länge: Die kleinen Versionen nutzen die M.2-2280-Bauweise, die Modelle mit 960 und 1.920 GByte setzen auf den 22110-Formfakor mit 110 mm Länge. Das ist für die meisten Desktop-Mainboards zu viel, in Notebooks finden sich noch seltener M.2-22110-Steckplätze. Liteon plant, die EP2-Modelle im Februar 2016 auszuliefern.
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