EOS 5D Mark I und Mark II: Gebrauchte Vollformatkameras ab 100 Euro

Canons EOS 5D und Mark II sind im Jahr 2021 eine gute Wahl für die Hobbyfotografie. Wir erklären, was beim Gebrauchtkauf zu beachten ist.

Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf veröffentlicht am
Gut gealtertes Fotografie-Werkzeug: die 5D Classic (l.) und Mark II (r.)
Gut gealtertes Fotografie-Werkzeug: die 5D Classic (l.) und Mark II (r.) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mehr Megapixel, mehr Autofokuspunkte, mehr Display-Auflösung und vor allem mehr Geld: die aktuellen Preise für Vollformatkameras sind über dem, was man noch vor einigen Jahren für eine Ausrüstung im semiprofessionellen Bereich bezahlen musste. 2008 kostete die EOS 5D Mark II rund 2.500 Euro. Für die letzte EOS 5D Mark IV verlangte Canon 2016 fast 4.000 Euro, eine R5 kostet momentan 4.500 Euro, Sony möchte für sein spiegelloses Topmodell über 7.000 Euro haben.

Inhalt:
  1. EOS 5D Mark I und Mark II: Gebrauchte Vollformatkameras ab 100 Euro
  2. Sensorreinigung und Akkutausch
  3. Hohe Bildqualität bei 5D und 5D Mark II
  4. Objektive für wenig Geld
  5. Verfügbarkeit und Fazit

Schlechte Aussichten für den Einstieg ins Vollformat? Mitnichten! Denn die alten Kameras verkauften sich hervorragend, darum gibt es massenhaft gebrauchte Geräte auf den Kleinanzeigen- und Auktionsplattformen.

Draußen sein, fotografieren - was gibt es Schöneres im Frühling? Das war mein Gedanke, als ich mich kurz vor Weihnachten auf die Suche nach einer passenden Kamera machte. Als Video- und Fotoredakteur bin ich beruflich mit einer Panasonic GH5 unterwegs, privat lag seit Jahren meine alte Pentax K5 in der Schublade. Ich fand, es sei an der Zeit, von APS-C auf Vollformat umzurüsten. Aber ich wollte auch nicht allzu viel Geld ausgeben. Jedenfalls nicht mehr, als ich für meine alte Ausrüstung noch bekommen würde. Das waren dann 400 Euro.

Dieser Erfahrungsbericht soll Hinweise für den Kauf einer preiswerten gebrauchten Vollformat-Ausrüstung inklusive Objektiven und Zubehör geben und die Vor- und Nachteile der betagten Modelle von Canon beleuchten. Ich beziehe mich hier auf die erste und zweite Generation der EOS 5D.

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Es gibt natürlich auch Kameras anderer Hersteller, die auf dem Gebrauchtmarkt für relativ wenig Geld erhältlich sind - exemplarisch seien hier die Nikon D600, D610 und D700 genannt. Sie alle sind jedoch um einiges teurer. Für weitere Schnäppchen-Tipps im Forum bin ich natürlich dankbar!

Ich war überrascht, wie viele preislich passende Angebote ich auf Anhieb fand. Das Problem: Oft standen die mit der Kamera gemachten Auslösungen nicht in der Beschreibung.

Diese können einen wichtigen Hinweis auf die potenzielle Haltbarkeit der neuen alten Kamera geben. Da der Spiegelmechanismus und der dahinter liegende Verschlussvorhang mechanische Bauteile sind, haben sie nur eine begrenzte Lebensdauer. Bei der EOS-5D-Reihe von Canon kann man von bis zu 150.000 Auslösungen ausgehen, bevor ein Defekt auftritt. Es gibt natürlich Kameras, die mehr als eine Million Bilder überlebt haben, das ist jedoch eher die Ausnahme.

Plötzlich spiegellos

Hinzu kommt, dass die erste Serie der 5D einen nachlässig befestigten Spiegel hatte - mit der unseligen Tendenz, nach einer gewissen Zeit einfach abzufallen. Er lässt sich zwar ohne großen Aufwand wieder ankleben, aber wer ein Modell aus der Zeit um 2005 kauft, sollte darauf achten, dass diese Reparatur möglichst schon vorgenommen wurde. Es gibt einige Hinweise darauf, welche Kameras das Problem betrifft und wie ein behobener Spiegelverlust aussieht. Die 5D Mark I verrät die gemachten Auslösungen leider nicht und gibt daher mitunter einfach irgendwann ihren Geist auf - wie es auch bei mir passiert ist, mehr dazu später.

Canon EOS 5D Mark II SLR-Digitalkamera (21 MP)

Besser sieht das bei der EOS 5D Mark II aus. Hier gibt es keine bekannten Serienfehler, die größere Margen betreffen und die Anzahl der gemachten Auslösungen kann relativ leicht mit einem Programm für Mac oder PC ausgelesen werden. Da Kameras mit niedrigeren Auslösezahlen mehr Geld einbringen, sollte es im Interesse der Verkäufer sein, diese Angaben in der Beschreibung aufzulisten.

Was bedeutet das nun konkret für den Preis einer gebrauchten 5D oder 5D Mark II? Meine beiden Modelle konnte ich nach ein paar Wochen Suche für 100 (5D) und 250 Euro (5D Mark II) erstehen. Erstere war jahrelang im Studioeinsatz, letztere diente vorrangig als Filmkamera und hatte deshalb nur knapp 22.000 Auslösungen.

Nach einer kurzen Bestandsaufnahme war ich zunächst zufrieden.

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Sensorreinigung und Akkutausch 
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sleepless55 22. Mär 2021

Hab mich sehr lange nicht mit der 5D MKII anfreunden können, denn der viel zu laute und...

obermeier 23. Feb 2021

Danke für den Hinweis! Aber müsste das dann nicht auch im Normalbetrieb passieren, wenn...

CmdrJameson 23. Feb 2021

6K¤ sind aber wesentlich mehr als das, was der Autor hier für das gebrauchte Stück...

superdachs 23. Feb 2021

Sicher brauchbar. Am besten noch die Filter raus. Die niedrig auflösenden...

zenker_bln 22. Feb 2021

Crop or Crap...die Diskussion um Vollformat <---klick mich eine kleine Aufklärung!



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