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Sensorreinigung und Akkutausch

Äußerlich sahen beide nach einer kleinen Putzaktion mit Mikrofasertuch und Reinigungsalkohol gut aus. Die Sensoren mussten allerdings auch gesäubert werden. Um herauszufinden, ob dieser Schritt notwendig ist, sollte man bei stark geschlossener Blende gegen den Himmel fotografieren und sich das Bild danach am Rechner ansehen. Verschmutzung und Staub sind dann als dunkle Punkte erkennbar.

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Ein Reinigungsset für Vollformatsensoren kostet ca. 20 Euro und ist ohnehin eine gute Investition. Mitunter reicht es auch aus, den Staub mit einem kleinen Blasebalg abzupusten. Dazu hält man die Kamera mit der Objektivseite nach unten, klappt den Spiegel per Reinigungsmodus hoch und pustet von unten hinein. Keinesfalls sollte man Luft aus Dosen oder gar einem Kompressor dafür nutzen, denn so können Flüssigkeitstropfen oder schlimmstenfalls Öl auf den Sensor gelangen.

Kameras mit stark verschmutztem oder gar zerkratztem Sensor sollte man lieber links liegen lassen, ein Ausbau lohnt sich nicht - es sei denn, man möchte als Frühlingsprojekt statt draußen zu fotografieren lieber im Keller basteln.

Das nächste Problem sind in den meisten Fällen die Akkus, die oftmals gerade noch so einen Funktionstest der Kamera durchhalten. Originalakkus der 5D Mark I (BP-511) sind inzwischen als Neuware selten geworden, für die 5D Mark II (LP-E6) gibt es sie noch. Wem die 135 Euro zu viel sind, die Canon dafür haben möchte, kann Nachbauten für unter 20 Euro erstehen. Diese sind oftmals etwas weniger ausdauernd und zeigen ihre Restkapazität nicht immer korrekt an. Grundsätzlich sollten pro Akkuladung bis zu 800 Auslösungen drin sein. Die klassische 5D benötigt zusätzlich noch eine Knopfzelle CR 2016 für Datum und Uhrzeit, die Mark II eine CR 1616.

Die fotografischen Aspekte der Retro-Kameras

Es sind genau genommen nur zwei Dinge, die die 5D aus heutiger Sicht richtig alt aussehen lassen: der Autofokus und das Display. Letzteres hat ungefähr die Qualität eines Nintendo DS und ist selbst für die simple Nachschau und die Beurteilung des Fokus fast unbrauchbar. Das liegt an der niedrigen Auflösung und einem ausgeprägten Farbstich. Es gibt zudem keine einfache Tastenkombination für einen Zoom in das Bild auf 100 Prozent. Auch wenn das System der 5D zackig reagiert, dauert es so einige Zeit, bis man festgestellt hat, ob das letzte Bild gut ist. Im direkten Sonnenlicht geht nichts mehr.

  • Die neuere 5D Mark II (oben) hat ein geringfügig geändertes Layout und drei frei belegbare Modi statt einem auf dem Moduswahlrad. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Display ist bei beiden Kameras beleuchtet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Rückseite der 5D Mark II. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Anschlüsse der 5D Mark II. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Vollformatsensor ist zur Reinigung leicht erreichbar. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Rückseite der 5D. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Anschlüsse der 5D. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Beide Kameras im ISO-Vergleich, die Bilder wurden um eine Blendenstufe in Lightroom aufgehellt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Mit der Software von Topaz Labs lassen sich die Bilder einfach entrauschen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Landschaftsfotografie ist eine Stärke der 5D Mark II ... (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • ... aber auch die klassische 5D eignet sich dafür sehr gut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Trotz geringeren Beschnittmöglichkeiten sind Tierfotos kein Problem mit der 5D. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Kleinere Motive profitieren von der höheren Auflösung der 5D Mark II. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Live-View-Modus der 5D Mark II. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Mit Magic Lantern lassen sich noch mehr Informationen und Helfer einblenden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Beide Kameras haben lediglich 9 Autofokuspunkte. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Bildschirm der 5D Mark II ist nicht hochauflösend, aber nutzbar. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Die neuere 5D Mark II (oben) hat ein geringfügig geändertes Layout und drei frei belegbare Modi statt einem auf dem Moduswahlrad. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Der Bildschirm der 5D Mark II ist um Welten besser - dafür hat sie in weiten Teilen den Autofokus der ersten Generation geerbt. Der ist mit seinen neun Fokuspunkten alles andere als gut ausgestattet. Eigentlich gibt es nur einen einzigen richtigen AF-Kreuzpunkt in der Mitte, die anderen sind lediglich Stabsensoren und Hilfsfelder, die bei Dunkelheit kaum dienlich sind.

Auch die Nachführung bei bewegten Objekten ist für heutige Verhältnisse mangelhaft. Ein Test mit einer Person, die sich gehend auf die Kamera zu bewegte, ergab bei uns 6 AF-Treffer bei 11 Bildern (5D) und 8 AF-Treffer bei 11 Bildern (5D Mark II). Für schnelle Bewegungen ist das Servo-Autofokussystem beider Kameras ungeeignet. Im Klartext: Wer Schnappschüsse von den Kindern machen möchte, sollte lieber auf das Smartphone zurückgreifen. Eine Feinjustierung der Optiken ist nur bei der 5D Mark II möglich.

Canon EOS 5D Mark II SLR-Digitalkamera (21 MP)

Worauf man bei der 5D ebenfalls verzichten muss, ist eine Live-Vorschau auf dem hinteren Display. Die Kamera kann demzufolge auch keine Videos aufnehmen. Das hört sich zunächst wenig abschreckend an, ist aber mitunter ein herbes Manko. Wer einmal in stockfinsterer Nacht versucht hat, manuell zu fokussieren, wird für die Restlichtverstärkung der 5D Mark II im Live-View-Modus dankbar sein. Zum Filmen muss sich die Kamera heute niemand mehr anschaffen.

2008 war die Aufnahme von Videos in Full-HD bei einer Vollformatkamera ein revolutionäres Kaufargument für Indie-Filmer, die den Look der frühen 2010er Jahre mit wenig Tiefenschärfe für wenig Geld prägten. Inzwischen wirken die Videos aus der 5D Mark II einfach nur matschig und totkomprimiert. Eine alternative Firmware, die die Kamera auch in vielen anderen Belangen aufwertet, ist Magic Lantern. Hiermit kann die Bitrate erhöht und sogar RAW-Video aufgezeichnet werden. Leider bietet die Software für die originale 5D kaum lohnenswerte Funktionen, so dass man hier besser bei der Firmware von Canon bleibt - am besten bei der letzten Version 1.1.1, da sonst mitunter keine CF-Karten mit großer Speicherkapazität unterstützt werden.

Sind diese Hürden genommen, geht es ans Fotografieren.

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 EOS 5D Mark I und Mark II: Gebrauchte Vollformatkameras ab 100 EuroHohe Bildqualität bei 5D und 5D Mark II 
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obermeier 23. Feb 2021 / Themenstart

Danke für den Hinweis! Aber müsste das dann nicht auch im Normalbetrieb passieren, wenn...

CmdrJameson 23. Feb 2021 / Themenstart

6K¤ sind aber wesentlich mehr als das, was der Autor hier für das gebrauchte Stück...

superdachs 23. Feb 2021 / Themenstart

Sicher brauchbar. Am besten noch die Filter raus. Die niedrig auflösenden...

zenker_bln 22. Feb 2021 / Themenstart

Crop or Crap...die Diskussion um Vollformat <---klick mich eine kleine Aufklärung!

derdiedas 18. Feb 2021 / Themenstart

https://www.ebay.de/itm/Intel-Xeon-16-Core-E5-2683-v4-16x-2-1-GHz-40-MB-9-6-GT-s-SR2JT...

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