• IT-Karriere:
  • Services:

Eon-Studie: Netzausbau kostet maximal 400 Euro pro Elektroauto

Der Energieversorger Eon erwartet keine größeren Netzprobleme oder Blackouts durch eine massenhafte Nutzung von Elektroautos. Die Investitionskosten hielten sich dabei in Grenzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Aufladen eines Tesla Model 3
Aufladen eines Tesla Model 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Energieversorger Eon sieht seine Netze selbst für eine vollständige Elektrifizierung aller Pkw gut gerüstet. Für die kommenden 25 Jahre seien dafür Investitionen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erforderlich, teilte das Unternehmen mit. Das sei das Ergebnis einer gemeinsamen Studie mit dem Beratungsunternehmen Consentec. Damit ergibt sich laut Eon ein durchschnittlicher Investitionsbedarf von knapp 400 Euro für jeden der derzeit im Versorgungsgebiet gemeldeten 6,5 Millionen Pkw.

Stellenmarkt
  1. ekom21 - KGRZ Hessen, Darmstadt, Gießen, Kassel
  2. Der Polizeipräsident in Berlin, Berlin

Der Studie zufolge könnten diese Kosten noch auf 180 Euro mehr als halbiert werden, wenn die Elektroautos beispielsweise über ein Lastmanagement nicht alle gleichzeitig nach Feierabend lüden, sondern ein Großteil der Ladevorgänge aus der laststarken Abendzeit in die lastschwachen Nachtstunden verschoben werden könne. Die Studie geht dabei davon aus, dass ohnehin nicht mehr als vier von zehn Elektroautos gleichzeitig laden.

Ein Drittel für neue Leitungen

Laut Eon würden von den 2,5 Milliarden Euro nur ein Drittel in die Verstärkung von Leitungen im Mittel- und Niederspannungsnetz fließen. Zwei Drittel würden für die Erneuerung von Ortsnetzstationen ausgegeben. Schon jetzt investiere das Unternehmen jährlich eine Milliarde Euro in den Netzausbau, wovon ein Viertel auf den Netzanschluss erneuerbarer Energien falle. Das heißt, die zusätzlichen Investitionen für die Elektromobilität würden zehn Prozent der bisherigen Summe ausmachen.

In den vergangenen Jahren hatten verschiedene Studien davor gewarnt, dass eine massenhafte Elektrifizierung zu Netzüberlastungen und damit zu Stromausfällen führen könne. Stromversorger wie die Berliner Stromnetz GmbH erwarten höchstens in bestimmten Niederspannungsnetzen Probleme. Wissenschaftler der TU Berlin empfehlen den Netzbetreibern, in solchen Gebieten vermehrt in die Überwachung ihrer Umspannwerke oder Trafostationen zu investieren.

Bei einem aktuellen Pkw-Bestand in Deutschland von gut 47 Millionen Fahrzeugen würde auf Basis der Eon-Kalkulation der Netzausbau rund 19 Milliarden Euro kosten. Unter Einbeziehung von flexiblen Ladezeiten noch 8,5 Milliarden Euro. Eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman zusammen mit der TU München (PDF) ging im vergangenen Jahr noch davon aus, dass die Kosten für den Netzausbau bei einer vollständigen Elektrifizierung bei 26 Milliarden Euro lägen. Damit wäre die Kalkulation von Eon mehr als ein Viertel, unter Einbeziehung von Lastmanagement sogar zwei Drittel günstiger.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,50€
  2. 12,39€

delink2000 26. Mai 2019

Wie wäre es, wenn deutschlandweit große Parkflächen überdacht werden mit Photovoltaik...

pumok 23. Mai 2019

Korrekt, und das hat ausserdem nichts mit der Elektromobilität zu tun :-)

pumok 23. Mai 2019

Der Platzbedarf ist bei meiner Wohnsitiation (eher ländlich) relativ egal, weil den...

Copper 23. Mai 2019

Den Zahlen nach sind wir seit Jahren Nettoexporteur. Importieren müssen auch andere...


Folgen Sie uns
       


Turrican II (1991) - Golem retro_

Manfred Trenz und Chris Huelsbeck waren 1991 für uns Popstars und Turrican 2 auf C64 und Amiga ihr Greatest-Hits-Album.

Turrican II (1991) - Golem retro_ Video aufrufen
Macbook Air und Co.: Verlötete SSDs sind eine dumme Idee
Macbook Air und Co.
Verlötete SSDs sind eine dumme Idee

Immer mehr Hersteller verlöten Komponenten in Notebooks. Trotzdem schreiben sie sich Nachhaltigkeit auf die Fahne - welch Ironie.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Smartphones und Notebooks Bundesrat fordert bei Elektrogeräten wechselbare Akkus
  2. Umweltschutz Elektroschrott wird immer größeres Problem

Microsoft Teams an Schulen: Läuft bei uns
Microsoft Teams an Schulen
Läuft bei uns

Viele Schulen setzen im Lockdown auf Microsoft Teams. Aber was ist wichtiger, reibungsloser Fernunterricht oder Datenschutz?
Von Meike Laaff und Jakob von Lindern

  1. Glasfaser Telekom will jede Schule in einem Jahr mit FTTH anbinden
  2. Nordrhein-Westfalen Bundesland gibt 2,6 Millionen Euro für Online-Lexikon aus
  3. Bildung Digitalpakt Schule "ist nach wie vor eine Katastrophe"

IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

    •  /