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Eoan Ermine: Ubuntu 19.10 erscheint mit ZFS und i386-Paketen

Die aktuelle Version 19.10 von Ubuntu alias Eoan Ermine ist verfügbar. Die Version bringt experimentellen ZFS-Support für die Root-Partition, anders als zunächst geplant auch i386-Pakete sowie aktuelle Software für die Cloud und den Linux-Kernel 5.3.

Artikel veröffentlicht am , /Kristian Kißling/Linux Magazin
Das Hermelin ist der Namensgeber der Ubuntu-Version 19.10.
Das Hermelin ist der Namensgeber der Ubuntu-Version 19.10. (Bild: soumyajit nandy, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Im üblichen Halbjahresrhythmus ist die aktuelle Version von Ubuntu, 19.10 alias Eoan Ermine, erschienen. Diese bringt viele Änderungen und Neuerungen, über die das Team schon länger diskutiert. Dazu gehört vor allem die Nutzung des Dateisystems ZFS für die Root-Partition, was das Ubuntu-Team nun erstmals experimentell seinen Nutzern zur Verfügung stellt.

Inhalt:
  1. Eoan Ermine: Ubuntu 19.10 erscheint mit ZFS und i386-Paketen
  2. Neuerungen für Cloud, Server und Desktop

Um dies einfach zu testen, haben die Entwickler den Installer angepasst. Darüber hinaus arbeitet das Team an einem speziell entwickelten System-Daemon, der die Verwendung des Dateisystems vereinfachen soll. Dieser kann etwa mit dem Systemstart umgehen und erkennt die sogenannten Datasets auf einzelnen Maschinen. Ein Großteil der Arbeiten zur Umsetzung von ZFS auf der Root-Partition von Ubuntu konzentriert sich auf die Erstellung dieses Daemon.

Ubuntu-Sponsor Canonical forciert bereits seit einigen Jahren die Arbeiten an der Nutzung von ZFS. So werden etwa seit Ubuntu 16.04 kompilierte Treiber für das Dateisystem verteilt. In der Linux-Community herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, ob dies überhaupt legal ist. Laut Meinung einiger Entwickler und Juristen ist die von ZFS genutzte CDDL nämlich nicht zur GPL des Linux-Kernels kompatibel, so dass der Treiber nicht mit dem Kernel als Binärcode vertrieben werden dürfte. Canonical ist natürlich anderer Meinung und erklärt, man handele "in Übereinstimmung mit den Bedingungen beider Lizenzen".

32-Bit x86 weiter dabei

Für große Diskussionen während der Entwicklungsphase von Eoan Ermine sorgte die Ankündigung, mit dieser Version auf den Support für die Build-Architektur mit dem historischen Namen i386 in Ubuntu verzichten zu wollen. Die Architektur bezeichnet dabei die 32-Bit-Version der x86-Architektur.

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Das sorgte für große Kritik aus dem Wine-Projekt, von Hersteller Valve mit seiner Spieleplattform Steam oder auch den Entwicklern von Ubuntu Studio. Schon nach kurzer Zeit hat das Team von dem Plan jedoch wieder Abstand genommen und verteilt also weiter 32-Bit-Pakete für x86.

Aktueller Kernel als Basis

Grundlage von Eoan Ermine ist der aktuelle Linux-Kernel 5.3, der Unterstützung für AMDs Navi-GPUs, neue ARM-SoCs und Intels Speed Select auf Xeon-Servern mitbringt. Die Ubuntu-Ankündigung weist zudem auf den Pidfd-Support hin, was eine reibungslose Wiederverwendung von PIDs ermöglichen soll, sowie auf das neue Mount-API und die IO_uring-Schnittstelle für asynchronen Datenverkehr.

Letztere ist seit Linux 5.1 dabei, löst das vorherige asynchrone Interface aio ab und kommt auch mit gepufferten Ein- und Ausgaben zurecht. Die Entwickler haben zudem die Sicherheit gestärkt: Mit wenigen Ausnahmen hat GCC die Ubuntu-Anwendungen mit zusätzlichen Schutzmechanismen, namentlich Stack Clash Protection und Control-Flow-Integrität, kompiliert.

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Neuerungen für Cloud, Server und Desktop 
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qq1 20. Okt 2019

lösung des problems: debian i386. firefox geht gut

qq1 20. Okt 2019

lösung des problems: debian i386. firefox geht gut

demon driver 18. Okt 2019

Ja! Danke für die Ergänzung...

Hanmac 18. Okt 2019

ich weiß nicht in die weit das bei dir der Fall ist, aber bei meinem Letztem Notebook, da...

mxcd 18. Okt 2019

Ich möchte bloß hoffen, dass Canonical nicht die Absicht hat, apt auszusortieren. Es ist...


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