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Ähnliches Sensorpaket

Die meisten anderen Probleme sind jedoch sehr ähnlich. Der Enway-Prototyp "Blitz" verfügt über ein vergleichbares Sensorpaket wie der autonome Kleinbus EZ10 von Easymile, der auf dem Berliner Charité-Gelände getestet wird. Zu den Sensoren gehört ein 3D-Rotationslaserscanner (Lidar) auf dem Dach sowie zwei 2D-Lidare vorne rechts und links an den Ecken. Darüber hinaus überwacht eine Kamera die Umgebung. Auf Radare und Ultraschallsensoren wird verzichtet. Zur Orientierung nutzt der Blitz zudem einen GPS-Empfänger, Bewegungssensoren liefern Informationen über das Verhalten des Fahrzeugs.

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Die größte Herausforderung besteht auch für Enway darin, die Sensordaten richtig auszuwerten und die Aktuatoren entsprechend anzusteuern. Zwar ist die Geschwindigkeit der Kehrmaschine deutlich niedriger als bei einem autonomen Auto. Doch die Ortung muss ebenfalls zentimetergenau sein, um möglichst dicht an die Bordsteinkante heranfahren zu können. Das zu reinigende Gebiet muss dazu vorher genau kartografiert werden. Erst dann weiß der "Blitz", wie und wo er die Straße säubern muss.

Code muss genau angepasst werden

Wie so oft steckt bei der Entwicklung der Teufel im Detail. "Es gibt für viele Anwendungen schon passende Programm-Bibliotheken", sagt Chen, "doch wir müssen verstehen, was man machen muss, um sie für unsere Zwecke anzupassen." Es seien tausende Software-Komponenten, die zusammenarbeiteten. "Diese muss man verstehen und richtig einsetzen können", sagt Chen.

Bei den Testvorführungen vor der Firmengarage klappt das schon ganz gut. Der "Blitz" fährt die vorgegebene Straßenbereich systematisch ab und stoppt sicher, wenn ein Fußgänger sich nähert oder ihm ein Karton vor den Sauger geworfen wird. Normalerweise sitzt ein Fahrer auf der Maschine und steuert sie mit Lenkrad und Pedalen. Das übernimmt nun der Rechner.

Die Straße vor dem Startup-Büro dürfte inzwischen die sauberste in Berlin sein. Man kann sich gut vorstellen, dass die Maschine genauso einen Parkplatz autonom säubern kann, wie heutzutage bereits Rasenmäher selbstständig im Garten herumfahren. Währenddessen könnten die Mitarbeiter der Stadtreinigung beispielsweise Mülleimer leeren oder anderen manuelle Arbeiten erledigen, die die Maschine nicht übernehmen kann.

Selbst die Reinigung von Bürgersteigen mit dem Gewusel von Fußgängern und Fahrrädern soll der kleine Blitz übernehmen. Enway hält das für machbar, will dann aber etwas vorsichtiger und langsamer arbeiten lassen. Das Kehren in einer solchen Umgebung soll ebenfalls noch in diesem Jahr getestet werden.

BSR kooperiert mit Enway

Noch besser wäre es natürlich, wenn eine Kehrmaschine alleine über die öffentlichen Straßen von einem Arbeitsort zum anderen fahren könnte. Selbst das schließt Enway für die Zukunft nicht aus. Die dafür erforderliche Expertise ließe sich auch durch Kooperationen mit anderen Herstellern abdecken, sagt Chen. Der Weg dazu wäre nicht weit: Easymile hat inzwischen auch ein Büro auf dem Euref-Campus.

Ob das Konzept tatsächlich ein Erfolg wird, dürften die ersten praktischen Einsätze in den kommenden Monaten zeigen. Das Interesse an den Geräten scheint auf jeden Fall vorhanden. Das hat im Jahr 2016 auch die Berliner Stadtreinigung bewogen, das Projekt zu unterstützen. Zunächst wurde den drei Gründern ein Raum im firmeneigenen Infralab zur Verfügung gestellt, das sich ebenfalls auf dem Euref-Campus befindet. Eine erfolgreiche Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr sicherte dem Projekt ein Startkapital bis zum Sommer kommenden Jahres. Die Risikokapitalgeber Atlantic von Christophe Maire und b10 stellten laut Gruenderszene.de einen siebenstelligen Betrag zur Verfügung.

Die Anbindung an Investoren war mit ausschlaggebend dafür, dass sich die Firmengründer für Berlin entschieden. Allerdings auch das Preisniveau, das immer noch deutlich unter dem von Städten wie München und Zürich liegt, wo sich die Firmengründer kennengelernt haben. Es bleibt daher zu hoffen, dass Berlin mit autonomen Kehrmaschinen zwar so sauber wie die beiden Städte, aber nicht ganz so teuer werden wird.

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 Enway: Ein autonomes Kehrpaket aus Berlin
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steph12 01. Aug 2018

Finde ich auch, wohne nun seit 20 Jahren in Berlin und zumindest Mitte, Prenzlauer Berg...

ibsi 24. Jul 2018

Bei mir, direkt vor der Gartentür ... 2x lag da schon ein Haufen ... DIREKT vor der Tür...

Anonymer Nutzer 23. Jul 2018

Mit integrierter Liftsteuerung? Das wäre Mal wirklich ein Produkt.

davidcl0nel 21. Jul 2018

Das Räumschiff und Lilliputz sind doch auch prima! ;)

Anonymer Nutzer 20. Jul 2018

ist oft ne gestützte fav-maßnahme zur teilhabe oder wie sich das schimpft, also es...


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