Envoy: Google bringt Webassembly in den Netzwerk-Proxy
Google hat in seinem Opensource-Blog angekündigt(öffnet im neuen Fenster), dass der Netzwerk-Proxy Envoy(öffnet im neuen Fenster) künftig auch Webassembly-Erweiterungen unterstützt. Ursprünglich als Bytecode für das Web gedacht, rückt er damit immer mehr in die Serverlandschaft. Envoy ist eines der vielen Projekte der Cloud Native Computing Foundation (CNCF), die auch Kubernetes und andere Container-Technik beherbergt. Der Proxy selbst wird als Teil des Service-Mesh Istio genutzt.
Wie Google in seiner Ankündigung schreibt, hat Envoy schon immer über Mechanismen verfügt, die den Proxy um Funktionen erweitern können. Diese nutzen bisher entweder kompiliertes C++ oder auch Lua-Skripte. Beides hat laut Google jedoch Nachteile. Immerhin sei die einfache Erweiterbarkeit mit Hilfe einer Kontrollebene und externen Prozessadaptern umgesetzt worden, um Erweiterungen in jeder Sprache zu ermöglichen. Dies führe jedoch zu mehr Hops in Netzwerken und zu höherer Latenz.
Wasm biete nun die Möglichkeit, Erweiterungen in Envoy umzusetzen, ohne diesen neu kompilieren oder den Code forken zu müssen. Ebenso wird laut der Ankündigung dank Webassembly (Wasm) das Ausrollen der Anwendung und natürlich auch der Erweiterungen erleichtert. Istio kann die Erweiterungen leicht an die verschiedenen Proxy-Instanzen verteilen und direkt ohne einen Neustart laden.
"Dies bringt wirklich das Beste aus beiden Welten in Bezug auf Erweiterbarkeit zusammen – Wahl der Sprache und großartige Leistung", heißt es in der Ankündigung. Um die Erweiterungen dann auch einfacher nutzen zu können, haben Googles Partner von Solo.io den Webassembly Hub geschaffen. Damit sollen sich die Erweiterungen leicht bauen, teilen, auffinden und ausrollen lassen. Die Verwaltung und Installation der Wasm-Erweiterungen soll dann so einfach sein, wie der Umgang mit Containern.
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