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Entwicklungsumgebungen: Eclipse "Kepler" ist freigegeben

Die alljährliche simultane Veröffentlichung sämtlicher Eclipse-Projekte steht unter dem Namen Kepler zum Download bereit. Die Anzahl der Projekte ist im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen.
/ Jörg Thoma
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Die Entwicklungsumgebung und Werkzeugsammlung Eclipse Kepler wurde freigegeben. (Bild: Eclipse Foundation/Screenshot: Golem.de)
Die Entwicklungsumgebung und Werkzeugsammlung Eclipse Kepler wurde freigegeben. Bild: Eclipse Foundation/Screenshot: Golem.de

Mit Eclipse Kepler(öffnet im neuen Fenster) hat die Eclipse Foundation sämtliche Projekte, die unter ihrer Ägide stehen, veröffentlicht. Wie im Vorjahr sind es 71 Projekte. Die in Version 4.2 runderneuerte Benutzeroberfläche enthielt noch viele Fehler und war zu langsam. In Version 4.3 wurden diese Mankos weitgehend beseitigt. Sie soll performanter und weitgehend fehlerfrei sein.

Eclipse 4.3 beziehungsweise das Eclipse Web Tools Project unterstützt die vor wenigen Wochen freigegebene Java Enterprise Edition 7. Da der Veröffentlichungstermin für Java 8 verschoben wurde, mussten auch die Eclipse-Entwickler ihre Pläne ändern und auf dessen Integration verzichten.

Weniger Code, weniger Bugs

Der Entwickler Holger Voormann bemerkt in seinem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) , dass die Anzahl der Bugs im Vergleich zum Vorjahr von etwa 33.500 auf etwa 28.000 gesunken ist. Er führt das einerseits auf die vermehrte Nutzung des kollaborativen Review-Systems Gerrit für Git zurück, andererseits auf die geringere Anzahl von Änderungen. Voorman zählt 428 Beitragende mit 48.000 Commits und 4.786 OSGi-Bundles(öffnet im neuen Fenster) . Die Anzahl der Codezeilen in Kepler liegt bei 58 Millionen, im Vorjahr waren es 55 Millionen und im Jahr davor 46 Millionen. Der größte Contributor IBM stellt inzwischen weniger Entwickler für Eclipse ab als bisher. Eclipse ging aus IBMs Visual Age for Java hervor.

Neu hinzugekommen sind die Projekte Stardust(öffnet im neuen Fenster) , Sphinx(öffnet im neuen Fenster) , EMF Diff/Merge(öffnet im neuen Fenster) und die Maven Integration für die Web-Tools-Plattform(öffnet im neuen Fenster) . Dafür wurden die Projekte Runtime Packaging, Jetty und Virgo entfernt sowie Xtend in das Projekt Xtext integriert.

Webanwendungen für die Cloud

Die größten Änderungen dürfte die Webentwicklungsumgebung Orion(öffnet im neuen Fenster) erhalten haben, die noch vor einem Jahr die Versionsnummer 0.5 trug und in Kepler in Version 3.0 integriert wurde. Inzwischen kann Orion nicht mehr nur für die Entwicklung von Webanwendungen verwendet, sondern auch als WAR-Datei im Java-Application-Server installiert werden, um die Bereitstellungen von Cloud-basierten Anwendungen zu erleichtern. Mit einer im Editor integrierten Dateinavigation, neuen Key-Bindings für Vi und Emacs sowie einer automatisierten Speicherung wurde die Handhabung von Orion ebenfalls verbessert.

Mit Eclipse Stardust 1.0 gibt es eine neue Business Process Management Suite samt Engine und die dafür benötigten Konfigurations- und Entwicklungswerkzeuge sowie eine Modellierungsumgebung, mit der BPM-Applikationen erstellt, ausgeführt und von Fehlern bereinigt werden können. Im Bereich Big Data unterstützt Eclipse BIRT 4.3(öffnet im neuen Fenster) (Business Intelligence and Reporting Tools) neben Hadoop künftig MongoDB und Cassandra.

Eclipse Kepler steht auf der Webseite des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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