Xperia: Sony löst eigenständige Smartphone-Abteilung auf
Der japanische Elektronikhersteller Sony führt ab dem 1. April 2019 seine Smartphone-, Fernsehgeräte- und Kameraentwicklungsabteilungen zusammen. Einen eigenständigen Entwicklungsbereich für Mobilgeräte soll es dann nicht mehr geben, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) bekanntgab.
Im Gegensatz zur TV-Geräte- und Kamerasparte erzielt die Smartphone-Abteilung Sonys seit Jahren nur noch Verluste. In der Rangliste der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller spielt das japanische Unternehmen ebenfalls schon länger keine Rolle mehr.
So machte die Mobile-Abteilung in den vergangenen vier Quartalen einen Verlust von 101 Milliarden Yen, umgerechnet über 813 Millionen Euro. Die TV- und Audiosparte hingegen verbuchte im gleichen Zeitraum 82 Milliarden Yen Gewinn (über 660 Millionen Euro), die Kameraabteilung kam auf 89 Milliarden Yen Gewinn (über 716 Millionen Euro).

Die neue Abteilung soll den Namen Electronics Products and Solutions tragen. Kritiker befürchten, dass Sony mit dem Schritt weitere Verluste der Smartphone-Sparte durch die Gewinne der beiden anderen Abteilungen kaschieren will. Dem widerspricht Sony: Für die naheliegende Zukunft wolle das Unternehmen weiterhin Zahlen explizit für sein Smartphone-Business ausweisen, schreibt Bloomberg(öffnet im neuen Fenster).
"Durch eine gestiegene Kooperation zwischen unsere Abteilungen können wir neue Werte schaffen, indem wie die kombinierten Assets und das Personal besser nutzen", sagte Unternehmenssprecher Iida Takashi Bloomberg zufolge. "Mehr Interaktion zwischen Angestellten wird auch zu mehr Entwicklung und Wachstum unserer Mitarbeiterschaft führen."
Der Börsenkurs Sonys hat sich nach der Ankündigung nicht nennenswert verändert. Die Umstrukturierungen sollen ab dem 1. April 2019 gelten. Leiter der neuen Abteilung wird Ishizuka Shigeki, der auch weiterhin Manager in der Speichersparte und in der Imaging-Abteilung bleiben wird.