Entwicklung: Mozilla will mit Machine-Learning Coding-Fehler finden

Der Browserhersteller Mozilla will Fehler in seiner Software schon entdecken, bevor der Code dafür in die Quellen eingepflegt wird. Genutzt wird dazu ein System auf Basis von Machine-Learning, das von Spielehersteller Ubisoft stammt.

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Bei der Entwicklung des Firefox will Mozilla künftig auf die Hilfe von Machine Learning setzen.
Bei der Entwicklung des Firefox will Mozilla künftig auf die Hilfe von Machine Learning setzen. (Bild: Sander von der Wel, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Entwicklung des Firefox-Browsers will Hersteller Mozilla künftig "schneller und effizienter" machen, wie es im Mozilla-Blog heißt. Dazu will das Unternehmen mit dem Spielehersteller Ubisoft kooperieren und dessen Technik Clever Commit einsetzen, die dank Machine-Learning fehleranfälligen Code schon während der Programmierung entdecken können soll. So soll vermieden werden, dass bestimmte Fehler überhaupt in den Hauptzweig der Entwicklung eingepflegt werden.

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Das System Clever Commit stammt ursprünglich von Ubisofts hauseigenem Forschungslabor La Forge in Montreal und ist in Zusammenarbeit mit der McGill und der Concordia University entstanden. Ubisoft hat das System eigenen Angaben zufolge bereits erfolgreich in verschiedenen Projekten getestet. Das System selbst arbeitet dabei in zwei Phasen zum Entdecken möglicher Fehler, was die wissenschaftliche Abhandlung zu der Technik näher beschreibt (PDF).

In der ersten Phase wird eine Metrik erstellt, mit der die Wahrscheinlichkeit für die Feh­ler­haf­tig­keit eines neuen Codebestandteils bestimmt werden soll. In einer zweiten Phase wird dann der möglicherweise fehlerhafte Code mit bereits in der Vergangenheit als fehlerhaft bekannten Beiträgen verglichen. Grundlage für diese Einordnung bilden einerseits die bisherige Historie im Versionskontrollsystem der Software sowie andererseits eine Analyse des Bugtrackers.

Mozilla will das Clever-Commit-System aber nicht nur einsetzen, sondern aktiv zusammen mit Ubisoft weiterentwickeln. So will das Unternehmen seine "Expertise in den Programmiersprachen Rust, C++ und Javascript bereitstellen" sowie seine "Kenntnisse in der C++-Codeanalyse und der Analyse von Bug-Tracking-Systemen einbringen". Ob und wann die Arbeiten an Clever Commit als Open Source bereitstehen ist derzeit noch nicht bekannt.

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