Entwicklung: Mold-Linker könnte wegen Geldsorgen Lizenz wechseln

Der Hauptentwickler des Mold-Linkers, Rui Ueyama, berichtet in den Release Notes zur aktuellen Version 1.7.0(öffnet im neuen Fenster) von der Idee, die Lizenz des Projekts zu ändern, "es sei denn, ich sichere mir eine große Finanzierung" . Mit Mold erstellt der Entwickler, der auch den LLVM-Linker LLD initiierte, einen schnelleren Ersatz für LLD und den Standard-GNU-Linker(öffnet im neuen Fenster) . Seit etwa zwei Jahren geschieht das zwar in Vollzeit, bisher aber eigenen Angaben zufolge ohne eine entsprechende Refinanzierung.
Ueyama schreibt zu den Finanzierungsschwierigkeiten: "Ich dachte, dass ich ein angenehmes Einkommen verdienen könnte, wenn Mold populär würde, aber leider verliere ich immer noch mein Geld. Ich denke, ich muss etwas unternehmen, um das Projekt langfristig nachhaltig zu machen." Eine erste Idee ist dabei ein kompletter Lizenzwechsel.
Konrekt beschreibt der Entwickler dabei die Überlegung(öffnet im neuen Fenster) , von der bisher genutzten AGPL auf eine Lizenz zu wechseln, bei der der Quellcode zwar zur privaten Nutzung zur Verfügung stünde, Unternehmen aber für eine kommerzielle Nutzung zahlen müssten. Die dafür von Ueyama erwogenen Business Source License (BSL) führt letztlich aber dazu, dass Mold keine Open Source Software mehr wäre.
Aufgrund des zahlreichen Feedbacks zu dieser Idee erwägt der Mold-Entwickler nun auch andere Modelle. In einem Blogpost schreibt Ueyama(öffnet im neuen Fenster) , dass er die Sorgen der Nutzer in Bezug auf einen Lizenzwechsel teile. Als mögliche Variante zur Finanzierung stellt Ueyama in dem Blogpost außerdem die Überlegung einer klassischen Dual-Lizenzierung an. Das Projekt selbst bliebe zwar Open Source, alternativ dazu gebe es aber auch eine proprietäre kostenpflichtige Lizenz. Letztere machen Unternehmenskunden dann keinerlei Einschränkungen in Bezug auf die Nutzung.