Entwicklung: Apple will statische und dynamische Bibliotheken vereinigen

Apple will dynamische Bibliotheken zur Entwicklung und statische Optimierungen beim Release in einem. Der Linker wird außerdem deutlich schneller.

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Apple hat auf dem WWDC 23 zahlreiche Neuerungen zur Entwicklung vorgestellt.
Apple hat auf dem WWDC 23 zahlreiche Neuerungen zur Entwicklung vorgestellt. (Bild: JOSH EDELSON/AFP via Getty Images)

Auf seiner Hausmesse WWDC hat Apple mit den sogenannten Mergeable Libraries (etwa: zusammenfügbare Bibliotheken) eine neue Art der Anwendungserstellung für die Betriebssysteme des Unternehmen angekündigt. Dazu heißt es in der Ankündigung zu dem noch folgenden Vortrag auf der WWDC: "Mergeable Libraries kombinieren die besten Teile von statischen und dynamischen Bibliotheken, um die Produktivität und die Leistung Ihrer Anwendung zur Laufzeit zu verbessern."

Der an den Arbeiten beteiligte Entwickler Davide Italiano schreibt dazu auf Twitter, dass statische Bibliotheken eine bessere Leistung lieferten mit Blick auf Startzeiten und Speicherauslastung. Immerhin könne der statische Linker zahlreiche Optimierungen dafür vornehmen. Bei der Entwicklung selbst hätten statische Bibliotheken jedoch einen Nachteil.

Denn dynamische Bibliotheken lieferten eine leichte Skalierung der Entwicklungstätigkeit über mehrere Teams hinweg, da sie eine unabhängige Entwicklung gewährleisten könnten. Damit sei aber auch ein Mehraufwand verbunden, der durch die Arbeit des Loaders erzeugt wird. Der Aufwand sei dabei linear mit steigender Anzahl der genutzten Bibliotheken.

Dynamisch und statisch in einem

Italiano schreibt nun zu der neuen Technik: "Mergeable Libraries sind dynamische Bibliotheken plus Metadaten, die es dem statischen Linker ermöglichen, einen Relinking-Schritt durchzuführen. Im Kern geht es darum, dass die Metadaten genügend Informationen enthalten, um die ursprünglichen Objektdateien zu rekonstruieren."

Bei der Entwicklung können die Bibliotheken wie bisher als dynamische Bibliotheken genutzt werden. Für die Veröffentlichung fertiggestellter Software könne der Linker dann die zusätzlichen Metadaten nutzen, um mehrere Bibliotheken zusammenzufügen und jene Optimierungen durchführen, die auch bei statischen Bibliotheken möglich sind.

Schnellerer Linker

Darüber hinaus hat das Team von Italiano den statischen Linker für Apples Systeme von Grund auf neu geschrieben. Dieser soll bis zu fünfmal so schnell sein, wie der bisher genutzte Ld64. Der neue Linker sei für Multicore-Umgebungen gedacht und der erste parallel arbeitende Linker für die iOS-Entwicklung. Durch die Beschleunigung sei der Entwicklungszyklus "Bearbeiten – Bauen – Debuggen" deutlich schneller und interaktiver als bisher.

Der Hauptentwickler des Mold-Linkers, Rui Ueyama, hat den neuen Linker von Apple mit der Beta von XCode 15 bereits ausprobiert und schreibt dazu auf Twitter: "Apples neuer Linker ist in der gleichen Liga wie meiner. Toll gemacht!" Mold und das kommerzielle Projekt Sold von Ueyama sollen einen schnelleren Ersatz für die üblichen Linker auf Unix-Systemen bieten. Ueyama bezeichnet den neuen Apple-Linker zudem als Konkurrenzprodukt zu seinem Projekt.

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