Abo
  • Services:

Entwicklerstudio: Bungie trennt sich mit Destiny 2 von Activision

Vor einigen Jahren ist Bungie die Loslösung von Microsoft gelungen, jetzt verlässt das Entwicklerstudio seinen Publisher Activision - und nimmt Destiny 2 mit. Für Spieler dürfte das bedeuten, dass sie weniger große Erweiterungen und mehr Inhalte zwischendurch bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork der Erweiterung Destiny 2 - Forsaken
Artwork der Erweiterung Destiny 2 - Forsaken (Bild: Bungie)

Das aus Seattle stammende Entwicklerstudio Bungie beendet seinen seit 2010 laufenden Vertrag mit Activision über die Zusammenarbeit beim Actionspiel Destiny. Das bedeutet, dass Bungie ab sofort selbst für die Vermarktung der aktuellen Version Destiny 2 zuständig ist. Allerdings läuft die PC-Version weiterhin über das Battle.net, das zu Blizzard und damit ja auch zu Activision gehört.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Gründe für die Trennung nennt keines der beiden Unternehmen. In einer Erklärung von Bungie heißt es nur sehr allgemein, dass "Activision sich stärker auf eigene Marken konzentrieren" werde. Allerdings war schon länger immer wieder zu hören, dass Bungie unzufrieden war, regelmäßig große Erweiterungen für Destiny 2 abliefern zu müssen. Für Activision wiederum war der Titel zumindest zuletzt wohl nicht erfolgreich genug. Ab Ende 2018 wurde die PC-Version sogar für begrenzte Zeit kostenlos angeboten, um neue Spieler zu gewinnen.

Bungie will zumindest vorerst die "bestehende Destiny-Roadmap weiterhin umsetzen". Außerdem will das Studio in den "kommenden Monaten weitere saisonale Inhalte veröffentlichen und die Community mit einigen aufregenden Ankündigungen überraschen". Es wird spannend sein zu sehen, ob die Entwickler dabei wieder mehr Akzeptanz bei der Spielerschaft finden. Zuletzt hatte Bungie seine Fans mit vielfach als unfair empfundenem Gameplay verärgert, weil die Kundschaft so allzu offensichtlich zum Geldausgeben für Extras gedrängt werden sollte.

Bungie hat sich schon einmal von einer großen Firma gelöst. 2007 trennte sich das Studio von Microsoft, das das bis dahin unabhängige Entwicklerstudio sieben Jahre zuvor gekauft hatte. Bei der Trennung blieben allerdings alle Rechte an Halo bei Microsoft, das sich seitdem selbst um die Marke kümmert.

Seitdem ist Bungie wieder selbständig, Mitte 2018 hat allerdings der chinesische Technologiekonzern Netease für 100 Millionen US-Dollar eine Minderheitsbeteiligung gekauft. Netease ist traditionell eng mit Activision Blizzard verbunden, unter anderem durch die Vermarktung von Titeln wie World of Warcraft und Hearthstone in China.

Die Mehrheit des Studios gehört einigen früheren Gründern, dem Management und kleineren Investoren. Details sind nicht öffentlich bekannt, allerdings ist immer wieder zu hören, dass sich auch die Belegschaft unmittelbar an Unternehmensentscheidungen beteiligen kann, was wohl immer mal zu Spannungen führt. Gerüchten zufolge arbeitet Bungie an einer neuen Marke. Näheres dazu ist nicht bekannt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. The Witcher 3 GOTY 14,99€, Thronebreaker 19,39€, Frostpunk 20,09€)
  2. (u.a. AMD Ryzen 5 2600 Prozessor 149,90€)
  3. 279,00€
  4. 352,00€

PerilOS 12. Jan 2019 / Themenstart

Deine Logik ergibt keinen Sinn.

Hotohori 11. Jan 2019 / Themenstart

Ja, kann mir gut vorstellen, dass es so Spaß macht. Ich gehöre leider zu den Vielzockern...

Gromran 11. Jan 2019 / Themenstart

Activision Blizzard hat eine Marktkapitalisierung von ~35Mrd, wieviel wird Blizzard davon...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 2

Im zweiten Teil unseres Livestreams basteln wir ein eigenes neues Deck (dreifarbig!) und ziehen damit in den Kampf.

MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 2 Video aufrufen
Urheberrecht: Warum die Kreativwirtschaft plötzlich Uploadfilter ablehnt
Urheberrecht
Warum die Kreativwirtschaft plötzlich Uploadfilter ablehnt

Eigentlich sollte der umstrittene Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform die Rechteinhaber gegenüber Plattformen wie Youtube stärken. Doch nun warnen TV-Sender und Medien vor Nachteilen durch das Gesetz. Software-Entwickler sollen keine zusätzlichen Rechte bekommen.
Von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht und Uploadfilter EU-Länder bremsen Urheberrechtsreform aus
  2. EuGH-Gutachten Deutsches Leistungsschutzrecht soll unzulässig sein
  3. Leistungsschutzrecht So oft könnten Verlage künftig an Bezahlartikeln verdienen

Padrone angesehen: Eine Mausalternative, die funktioniert
Padrone angesehen
Eine Mausalternative, die funktioniert

CES 2019 Ein Ring soll die Computermaus ersetzen: Am Zeigefinger getragen macht Padrone jede Oberfläche zum Touchpad. Der Prototyp fühlt sich bei der Bedienung überraschend gut an.
Von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. People Mover Rollende Kisten ohne Fahrer
  3. Nubia X im Hands on Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

Recruiting: Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
Recruiting
Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

Digitalisierung und demografischer Wandel machen es Arbeitgebern immer schwerer, passende Kandidaten für freie Stellen zu finden. Künstliche Intelligenz soll helfen, den Recruiting-Prozess ganz neu aufzusetzen.
Von Markus Kammermeier

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

    •  /