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Entwicklerplatinen: Das Sodaq Moja läuft mit Sonnenenergie

Die kleine Entwicklerplatine Sodaq Moja soll dank Solarzellen überall dort laufen, wo es keine Stromversorgung gibt. Die Arduino-kompatible Platine ist so groß wie das Raspberry Pi und wird über Kickstarter finanziert.

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Das Sodaq Moja
Das Sodaq Moja (Bild: Sodaq)

Mit der Entwicklerplatine Sodaq Moja soll die Datensammlung im freien Feld gelingen, jenseits von Stromsteckern oder WLAN-Netzen. Dazu hat das Sodaq-Team die Platine mit Chips ausgestattet, die möglichst wenig Leistung aufnehmen, und zusätzlich mit Steckverbindungen, die den Anschluss einer Solarzelle und eines Akkus ermöglichen. Das über Kickstarter finanzierte Sodaq Moja soll als Kit samt Energieversorgung verkauft werden.

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Das Sodaq-Team hat Erfahrung mit dem weltweiten Einsatz von Prototypen der Platine gesammelt, etwa in Tansania oder in Peru. Dort kamen die Platinen beim Sammeln von Wetterdaten zum Einsatz. An der ostafrikanischen Küste sind mehrere Sodaqs der ersten Generation mit GPRS-Modul im Einsatz, um für das World Wildlife Fund (WWF) Umweltdaten zu sammeln.

  • Das Sodaq Moja in einer Raspberry-Pi-Hülle (Bilder: Sodaq)
  • Das Sodaq Moja
  • Das Sodaq Moja mit Solarzellen, Akku und GPRS-Modul
  • Das Sodaq Moja mit Solarzellen und Akku
  • Das Layout des Sodaq Moja
  • Ein Prototyp des Sodaq Moja
Das Sodaq Moja in einer Raspberry-Pi-Hülle (Bilder: Sodaq)

In der endgültigen Version mit dem Namen Moja hat das Sodaq-Team das GPRS-Modul ausgelagert. Es kann jetzt über Bee-Stecker auf die Platine aufgesetzt werden. Alternativ lassen sich darüber auch beispielsweise WLAN- oder weitere XBee-Module mit dem Sodaq Moja nutzen.

Open-Source-Hardware

Die Platine, deren Layout als Open Source freigegeben worden ist, hat einen 328P-Mikrocontroller von Atmega, der mit 8 MHz getaktet ist und 3,3 Volt benötigt. Über einen entsprechenden Steckplatz lässt sich ein 3,7-Volt-Akku anschließen. Dem Kit liegt ein Lithium-Polymer-Akku mit einer Nennladung von 1.000 mAh bei. Der wird bei Bedarf über die Solarzellen aufgeladen. Die Zellen können bis zu 2,5 Watt liefern und werden über einen herkömmlichen zweipoligen PCB-Stecker angeschlossen. Alternativ lässt sich das Sodaq Moja auch über den Micro-USB-Anschluss mit Strom versorgen.

Als Zeitgeber hat das Sodaq Moja eine Real-Time-Clock, die auch dann noch aktiv bleibt, wenn die Platine über den integrierten An-/Aus-Schalter ausgeschaltet ist. Auch das Laden über die Solarzelle funktioniert weiterhin im ausgeschalteten Zustand.

Platine mit Lego-Prinzip

Der Atmega328p hat 32 KByte Flash-Speicher. Auf dem Sodaq Moja sind zusätzlich 16 MBit serieller Flash-Speicher vorhanden, was einer Speicherkapazität von 2 MByte entspricht. Seitlich sind zwölf Steckplätze mit jeweils vier Pins platziert, an denen beispielsweise Sensoren angeschlossen werden können. Sechs davon können abgeschaltet werden. Das Sodaq-Team will damit vermeiden, dass Nutzer löten müssen, und spricht von einem Baukastenprinzip.

Für einen Beitrag von 28 Euro bei Kickstarter erhält der Spender die Sodaq-Platine. Für 44 Euro legt das Sodaq-Team einen Akku und Solarzellen bei. Später soll das Kit 54 Euro kosten. Für 96 Euro erhalten Käufer noch ein passendes GPRS-Modul. Bei erfolgreicher Finanzierung soll die Produktion Anfang Januar 2014 beginnen. Frühkäufer sollen ihre Platine Ende Januar 2014 erhalten. Ab Mitte Februar 2014 sollen dann die restlichen Sodaq Mojas verfügbar sein.



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