Entwicklerplatine: Cubietruck mit 2 GByte RAM und GBit-LAN

Vor etwa einem Jahr erregte das Cubieboard als leistungsstarke Raspberry-Pi-Alternative Aufsehen. Doch zum Zeitpunkt der Ankündigung war die Verfügbarkeit der Platine noch unklar. Nun stellt das Team mit Cubietruck(öffnet im neuen Fenster) bereits die dritte Version der weltweit verfügbaren Platine bereit. In dem neuen Plexiglas-Gehäuse steckt nun ein Board mit deutlich aufgerüsteter Hardware zum Preis von 89 Euro.
Den Hauptbestandteil der neu gestalteten Platine bildet der Allwinner A20 SoC(öffnet im neuen Fenster) , der eine ARM-Cortex-A7-Dual-Core-CPU benutzt, die mit bis zu 1,2 GHz getaktet werden kann. Als GPU ist eine Mali-400 integriert, die OpenGL ES 2.0 unterstützt und Video über HDMI in 1080p ausgeben kann, eine VGA-Ausgabe ist ebenso möglich. Dem SoC stehen 2 GByte DDR3 Arbeitsspeicher zur Seite.
WLAN, GBit-Ethernet und SATA-Port
Zur Kommunikation mit dem Netzwerk ist der Realtek-Chip RTL8211E/EG(öffnet im neuen Fenster) verbaut, der Übertragungsraten bis zu 1 GBit/s erlaubt. Der Chip zur drahtlosen Kommunikation ist Broadcoms AP6210, der WLAN und Bluetooth übernimmt und in einigen mit dem Cubietruck vergleichbaren Geräten verwendet wird. Das Cubieboard besitzt außerdem Steckplätze mit 54 Pins, die als I2C- oder SPI-Schnittstelle verwendet werden können und als Anschluss für LC-Displays oder Sensoren gedacht sind.
Über einen SATA-2.0-Port können 2,5-Zoll-Festplatten angeschlossen werden. Zur Benutzung von 3,5 Zoll großen Festplatten gibt es ein kleines Erweiterungboard(öffnet im neuen Fenster) , das für die notwendige 12-V-Spannungsversorgung sorgt. Darüber hinaus stehen zwei USB-Host-Anschlüsse, von denen einer On-The-Go unterstützt, eine Infrarotschnittstelle sowie ein SPDIF- und ein Kopfhöreranschluss bereit.
Speicher und Betriebssysteme
Auf dem Cubietruck stehen 8 GByte NAND-Flashspeicher bereit, die mit einer MicroSD-Karte noch erweitert werden können. Als Betriebssysteme stehen Abbilder von Android 4.2.2 sowie Lubuntu inklusive 3D-Hardwarebeschleunigung für das Gerät bereit. Laut dem Cubieboard-Team lassen sich aber auch Fedora 19, Debian oder auch Arch Linux auf der Platine betreiben. Zudem steht das Team im Kontakt mit Mozilla, um Firefox OS auf dem Cubietruck starten zu können.
Das Cubietruck ist weltweit verfügbar(öffnet im neuen Fenster) und steht in Deutschland für rund 89 Euro zum Verkauf. Im Lieferumfang sind unter anderem USB-Kabel zur Stromversorgung und ein Kit für ein Gehäuse enthalten. Letzteres erlaubt sogar, eine Festplatte gemeinsam mit dem Gerät zu verstauen.



