Entwicklertools: LLVM möchte gemeinnützig werden

Einige Entwickler wollen das LLVM-Projekt zu einer eigenständigen Non-Profit-Organisation machen. Am leichtesten wäre dies als Mitglied der Software Freedom Conservancy, die durch ihre Busybox-Klagen bekanntwurde.

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LLVM soll eine Non-Profit-Organisation werden.
LLVM soll eine Non-Profit-Organisation werden. (Bild: LLVM)

Führende Teile der Entwicklergemeinde von LLVM planen, das Projekt in eine gemeinnützige Organisation umzuwandeln. Der einfachste Weg dorthin ist eine Mitgliedschaft in der Dachorganisation Software Freedom Conservancy (SFC). Die SFC machte sich durch die vehemente Durchsetzung der GPL für das Busybox-Projekt einen Namen.

Neutraler Boden für LLVM

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Der LLVM-Projekt-Mitbegründer und Apple-Angestellte Chris Lattner initiierte die Bewerbung um eine Mitgliedschaft bei der SFC und erklärt einige der Gründe dafür in einem Mailinglisten-Thread. Demnach hält es Lattner für erstrebenswert, dass LLVM auf "neutralen Boden" komme.

Seit der Gründung nutzt das LLVM-Projekt die Infrastruktur der University of Illinois at Urbana-Champaign. Lattner zufolge führt das aber zu Problemen bei der Annahme und vor allem beim Verteilen von Spendengeldern, die zum Beispiel für Entwicklertreffen gesammelt werden. Derzeit übernimmt das die Universitätsverwaltung. Als eigenständige Organisation oder eben als SFC-Mitglied wäre dies für das Team viel leichter.

Zudem wäre es möglich, die Infrastruktur von LLVM sponsern zu lassen oder sie sogar zu einem anderen Hoster zu verlegen, um eine bessere Verfügbarkeit zu erreichen. Nicht zuletzt bliebe dem Team der "administrative Mehraufwand" als SFC-Mitglied erspart.

Keine Rechtsdurchsetzung erwünscht

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Lattner stellt auch klar, dass es bei einer möglichen SFC-Mitgliedschaft nicht darum gehen soll, das Urheberrecht der Entwickler gerichtlich durchzusetzen. Vielmehr könnte die SFC dabei helfen, den LLVM-Code in eine MIT-Lizenz zu überführen, was derzeitige Unklarheiten beseitigen könnte.

Ein tatsächlicher Lizenzwechsel wird derzeit jedoch noch nicht diskutiert. Ob und wann LLVM eine eigenständige Organisation oder SFC-Mitglied wird, ist ebenfalls noch nicht entschieden.

Die bekannteste Software des Projekts ist wohl der Compiler Clang, der zusammen mit den LLVM-Kernbibliotheken als freizügig lizenzierter Ersatz für die Gnu Compiler Collection (GCC) dient, die unter der Copyleft-Lizenz GPL erhältlich ist. Vor allem deshalb nutzen Apple oder auch das FreeBSD-Projekt LLVM als Bestandteil ihrer Entwicklungswerkzeuge.

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