• IT-Karriere:
  • Services:

Entwickler: SAP schließt fünf Standorte in Deutschland

520 Beschäftigte bei SAP sollen umziehen, ihre Büros werden geschlossen. Eine Software wird nicht mehr weiterentwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Proteste gegen Standortschließung
Proteste gegen Standortschließung (Bild: IG Metall München)

SAP schließt bis Ende des kommenden Jahres fünf Standorte. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, sind Göttingen in Niedersachen sowie Bensheim, Raunheim, Mörfelden-Walldorf und Darmstadt in Südhessen mit insgesamt 520 Beschäftigten betroffen.

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Frankfurt am Main
  2. ilum:e informatik ag, Mainz

In Göttingen sind rund 100 Mitarbeiter betroffen, die seit dem Jahr 2011 mit der Übernahme von Crossgate zu SAP gehören. Laut Informationen der IG Metall sei die Miete für das Gebäude vergleichsweise günstig, und die Entgelte der ehemaligen Crossgate-Beschäftigten lägen unter dem SAP-Standard. Den Beschäftigten würde eine andere Arbeit am Konzernsitz in Walldorf angeboten.

Die rund 420 SAP-Beschäftigten in Bensheim, Raunheim, Mörfelden-Walldorf und Darmstadt sollen künftig in Eschborn oder Walldorf arbeiten.

Ein SAP-Sprecher sagte Golem.de: "SAP konsolidiert die südhessischen Standorte Bensheim, Darmstadt, Rauenberg und Walldorf-Mörfelden am neu zu errichtenden Standort Eschborn. Der Bezug des neuen Gebäudes in Eschborn ist nach Fertigstellung für 2018 geplant. Bei der Konsolidierung handelt es sich um eine reine Facility-Management-Maßnahme, die sich nicht auf die Zahl der Mitarbeiter auswirkt."

Der alleinige Fokus liege für SAP auf Ariba, Crossgate-Produkte und -Services würden nicht mehr weiter entwickelt. "Im Zuge dieser Maßnahmen wird auch der Standort Göttingen geschlossen. Für die betroffenen Mitarbeiter arbeiten wir derzeit an sozial verantwortlichen Lösungen. Wir wachsen in Deutschland weiter. Deswegen können wir alternative Arbeitsplätze bei SAP anbieten, die allerdings Flexibilität und Mobilität voraussetzen."

Weltweiter Stellenabbau

Erst im Januar 2016 wurden über ein Abfindungsprogramm bei SAP 600 Arbeitsplätze abgebaut. Am härtesten traf der Stellenabbau mit 400 Mitarbeitern die SAP Deutschland AG (SAP LGD), wo 5.000 Menschen arbeiteten. Das Abfindungsprogramm wurde wegen der hohen Nachfrage ausgebaut, und die Finanzen deutlich erhöht.

SAP will weltweit rund 2.200 Stellen streichen, etwa drei Prozent der Beschäftigten sind betroffen. Laut einem Medienbericht würden damit in Europa 7,5 Prozent der SAP-Jobs abgebaut. Betroffen sind Abteilungen wie Product & Innovation und Global Service & Support.

Durch gleichzeitige Neueinstellungen werde der Softwarekonzern nach eigenem Bekunden wieder ein Stellenwachstum haben. Nach Information der IG Metall sind Beschäftigte in den Bereichen betroffen, von denen SAP zukünftig kein Wachstum mehr erwartet.

Das Programm sei zumindest in Europa auf Freiwilligkeit ausgelegt, dort seien betriebsbedingte Kündigungen diesmal ausgeschlossen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • ohne Tracking
  • mit ausgeschaltetem Javascript


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 53,99€
  3. 65,99€
  4. 4,99€

frankietankie 12. Sep 2016

Dann hast du vielleicht nicht richtig gelesen. :-P Es ging eher darum, dass Anpassungen...

countzero 10. Sep 2016

Dann erleuchte uns doch und nenn mal ein paar ERP-Systeme, die auf In-Memory-Datenbanken...

sd (Golem.de) 09. Sep 2016

Hallo, vielen Dank für Ihren Vorschlag, wir prüfen derzeit bereits verschiedene...

Rulf 09. Sep 2016

...handelt es sich um eine reine Facility-Management-Maßnahme," bei sap bestimmt also der...


Folgen Sie uns
       


Star Wars Jedi Fallen Order angespielt

In Star Wars Jedi Fallen Order kämpft der Spieler als junger Jedi-Ritter gegen das schier übermächtige Imperium.

Star Wars Jedi Fallen Order angespielt Video aufrufen
Kognitive Produktionssteuerung: Auf der Suche nach dem Universalroboter
Kognitive Produktionssteuerung
Auf der Suche nach dem Universalroboter

Roboter erledigen am Band jetzt schon viele Arbeiten. Allerdings müssen sie oft noch von Menschen kontrolliert und ihre Fehler ausgebessert werden. Wissenschaftler arbeiten daran, dass das in Zukunft nicht mehr so ist. Ziel ist ein selbstständig lernender Roboter für die Automobilindustrie.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Ocean Discovery X Prize Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Gardena: Open Source, wie es sein soll
Gardena
Open Source, wie es sein soll

Wenn Entwickler mit Zeitdruck nach Lösungen suchen und sich dann für Open Source entscheiden, sollte das anderen als Vorbild dienen, sagen zwei Gardena-Entwickler in einem Vortrag. Der sei auch eine Anleitung dafür, das Management von der Open-Source-Idee zu überzeugen - was auch den Nutzern hilft.
Ein Bericht von Sebastian Grüner

  1. Linux-Kernel Machine-Learning allein findet keine Bugs
  2. KernelCI Der Linux-Kernel bekommt einheitliche Test-Umgebung
  3. Linux-Kernel Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Apple TV+ im Test: Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichten
Apple TV+ im Test
Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichten

Apple ist mit Apple TV+ gestartet. Wir haben das Streamingabo ausprobiert und waren entsetzt, wie rückständig alles umgesetzt ist. Der Kunde von Apple TV+ muss auf sehr viele Komfortfunktionen verzichten, die bei der Konkurrenz seit langem üblich sind.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
  3. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat

    •  /