Entwickler Nguyen Ha Dong: Flappy Bird hat ausgeflattert

Er verdient nach eigenen Angaben 50.000 US-Dollar am Tag mit Flappy Bird, trotzdem wird dem Entwickler Nguyen Ha Dong der Rummel darum offenbar zu viel: Er hat das Programm am Sonntag aus den Appstores entfernt. Es gibt das Gerücht, dass Nintendo hinter dem "Game Over" steckt.

Artikel veröffentlicht am ,
Flappy Bird
Flappy Bird (Bild: Nguyen Ha Dong)

Wer der Anziehungskraft des Geschicklichkeitsspiels Flappy Bird - und damit dessen durchaus hohem Suchtpotenzial - bislang unter Aufbietung aller Kräfte widerstanden hat, muss offenbar nicht mehr lange gegen seine Neugier kämpfen: Der aus Vietnam stammende Entwickler Nguyen Ha Dong hat am Sonntag per Twitter angekündigt, die "flatternden Vögel" um etwa 18 Uhr unserer Zeit aus den Appstores von Android und iOS zu entfernen. Tatsächlich ist es dort mittlerweile nicht mehr zu finden.

Stellenmarkt
  1. Sachgebietsleiter/in im Bereich Monitoring informationstechnische Überwachung (wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in) (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Software & Data Engineer / Machine Learning Engineer (m/w/d)
    h.a.l.m. elektronik GmbH, Frankfurt
Detailsuche

Anscheinend ist dem Entwickler der plötzliche Rummel um Flappy Bird zu viel geworden. Nguyen Ha Dong hat zwar nach eigenen Angaben rund 50.000 US-Dollar am Tag mit Werbung verdient - allerdings gilt er als eher introvertierter Mensch, der Ruhe und Frieden mag. Auf Twitter schrieb er direkt im Zusammenhang mit der Ankündigung, sein Spiel aus den Appstores zu entfernen: "Ich halt das einfach nicht mehr aus." Auch in älteren Tweets von ihm ist zu lesen, dass ihm der Rummel um das Spiel und um seine Person zu viel wird.

Es gibt aber auch das Gerücht, dass Nintendo mit rechtlichen Schritten gegen Nguyen Ha Dong gedroht hat, weil Flappy Bird zu sehr an Mario Bros. erinnere. Die Nachrichtenagentur Reuters hat direkt bei Nintendo nachgefragt, aber von einem Sprecher lediglich die Auskunft erhalten, dass das alles "nur nach einem Gerücht klingt, und wenn es das ist, kommentieren wir es ganz bestimmt nicht". Ein klares Dementi klingt eigentlich anders. Nguyen Ha Dong allerdings selbst hat per Twitter gesagt, dass es für die Abschaltung "keine rechtlichen Gründe" gebe.

Wohl wirklich nur ein Gerücht ist, dass die Flappy Birds weiterflattern dürfen, wenn über Twitter mindestens 100.000 Retweets mit dem Hashtag #dontdeleteflappybird zusammenkommen. Das habe Nguyen Ha Dong signalisiert - allerdings ist dafür weder bei Twitter noch sonstwo im Netz ein glaubwürdiger Beleg zu finden.

Die Community würde es ihm wohl auch sehr übel nehmen, wenn sich die Ankündigung als PR-Gag entpuppen würde. Immerhin: In seinem vorerst letzten Twitter-Beitrag schreibt Nguyen Ha Dong, dass er auch künftig Spiele entwickeln möchte.

Nachtrag vom 9. Februar 2014, 18:30 Uhr

Flappy Bird ist inzwischen, wie angekündigt, in den Appstores von iOS und Android nicht mehr zu finden. Der Text wurde entsprechend angepasst.

Nachtrag vom 10. Februar 2014, 12:25 Uhr

Einige Nutzer auf Twitter haben versucht, Nguyen Ha Dong von Löschen von Flappy Bird abzuhalten - und ihm mit Mord und Selbstmord gedroht. Ein US-Journalist hat einige der Tweets aufgelistet; längst nicht alle sind erkennbar ironisch oder witzig gemeint.

Unterdessen haben andere eine Möglichkeit gefunden, mit dem Programm Geld zu verdienen. Wie Kotaku.com berichtet, gibt es auf Ebay in den USA mittlerweile eine Reihe von Offerten mit Flappy Bird - installiert auf einem überteuert angebotenen, gebrauchten Smartphone. Für mindestens eine Auktion wurde inzwischen sogar Geld geboten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Glasfaser
Berliner Senat blamiert sich mit Gigabitstrategie

Der Berliner Senat ist nach Jahren aus dem Dämmerzustand hochgeschreckt und hat nun eine Gigabitstrategie. Warum haben sie nicht einfach geschwiegen?
Ein IMHO von Achim Sawall

Glasfaser: Berliner Senat blamiert sich mit Gigabitstrategie
Artikel
  1. Kickstarter: Azio bringt drahtlose mechanische Tastatur im Retro-Design
    Kickstarter
    Azio bringt drahtlose mechanische Tastatur im Retro-Design

    Die Azio Izo ist eine Tenkeyless-Tastatur mit Gateron-Switches. Dazu gibt es einen Bluetooth-Nummernblock und eine Maus.

  2. Xbox-Plattform: Microsoft wettet auf Starfield als Systemseller
    Xbox-Plattform
    Microsoft wettet auf Starfield als Systemseller

    E3 2021 Es kam, was kommen musste: Nach der Bethesda-Übernahme erscheint Starfield exklusiv für Xbox-Systeme statt auch für die Playstation 5.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  3. Elektro-Mobilität: Curtiss stellt E-Motorrad ab 90.000 US-Dollar vor
    Elektro-Mobilität
    Curtiss stellt E-Motorrad ab 90.000 US-Dollar vor

    Das Curtiss One ist ein aufsehenerregendes Elektromotorrad mit starkem Design und Retro-Charme. Preiswert ist das Bike nicht.

Anonymouse 12. Feb 2014

Habe ich das behauptet?

Headhunter 12. Feb 2014

Auf Heise-Server weiter verfügbar! http://www.heise.de/download/flappy-bird-app-fuer...

quineloe 12. Feb 2014

Merkwürdiger Vergleich. Flappy Bird ist ein derart banales Spiel, ein zweijähriger...

F4yt 11. Feb 2014

Wird nun sehr OT... Hat ja nun niemand gesagt, dass man sich nicht beschweren darf. Habe...

Soma 11. Feb 2014

Nope


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Dualsense 59,99€ • Battlefield 2042 PC 53,99€ • XXL Sale bei Alternate • Rainbow Six Extraction Limited PS5 69,99€ • Sony Pulse 3D-Headset PS5 99,99€ • Snakebyte Gaming Seat Evo 149,99€ • Bethesda E3 Promo bei GP [Werbung]
    •  /