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Entwickler: Deutsche Firmen besetzen offene IT-Stellen mit KI

Um den Fachkräftemangel bei Softwareentwicklung oder IT-Administration auszugleichen, setzen größere Firmen KI ein. KI könne eine IT-Abteilung aber nicht ersetzen, sagte der Bitkom-Chef.
/ Achim Sawall
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Digitalisierung bei Zeiss mit FOSS (Symbolbild) (Bild: Zeiss)
Digitalisierung bei Zeiss mit FOSS (Symbolbild) Bild: Zeiss

Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) ab 250 Beschäftigten setzt KI gegen den Fachkräftemangel ein. Das geht aus einer Umfrage von Bitkom Research(öffnet im neuen Fenster) hervor, die am 12. Januar 2025 vorgestellt wurde. Dabei geht es um die Bereiche Softwareentwicklung oder IT-Administration.

Bei Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten setzten demnach zwölf Prozent auf KI, bei zehn bis 49 Beschäftigten waren es sieben Prozent, bei Kleinunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten zwei Prozent.

Jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) setzt auf Weiterbildungsprogramme, um Beschäftigte aus anderen Bereichen zu qualifizieren. Jede vierte Firma (24 Prozent) stellt Quereinsteiger ein. 16 Prozent haben Programme, um ältere Beschäftigte länger im Job zu halten, und 13 Prozent Rekrutierungs- und Fördermaßnahmen für Frauen. Fast jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) tut derzeit nichts gegen den IT-Fachkräftemangel.

Im Jahr 2023 gab es 149.000 unbesetzte IT-Stellen in deutschen Unternehmen, fünf Jahre zuvor waren es 82.000. Hinzu kommen laut Bitkom(öffnet im neuen Fenster) Tausende offene Stellen mit IT-Schwerpunkt in Verwaltungen, Schulen oder Wissenschaftseinrichtungen.

KI als Hilfe bei eher langweiligen Aufgaben

"Künstliche Intelligenz kann eine IT-Abteilung nicht ersetzen" , sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. KI könne aber bei eher langweiligen Aufgaben oder Beschäftigungen helfen, die eine anhaltend hohe Konzentration erfordern.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchführte. Es wurden 852 Unternehmen ab drei Beschäftigten in Deutschland im Zeitraum von 16. September bis 26. November 2024 telefonisch befragt. Die Umfrage ist den Angaben nach repräsentativ.


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