Entlastungspaket: Länder stimmen für 9-Euro-Ticket

Der Bundesrat hat das Entlastungspaket bewilligt. ÖPNV-Verkehrsverbünde starten in den nächsten Tagen den Verkauf des 9-Euro-Tickets.

Artikel veröffentlicht am , Lennart Mühlenmeier/dpa
Mit dem 9-Euro-Ticket sollen deutschlandweite Reisen im ÖPNV möglich sein.
Mit dem 9-Euro-Ticket sollen deutschlandweite Reisen im ÖPNV möglich sein. (Bild: Julian Hochgesang/Unsplash-Lizenz)

Die Länder haben am 20. Mai 2022 dem Gesetz zugestimmt, das das 9-Euro-Ticket ermöglicht. Tags zuvor (19. Mai) hatte bereits der Bundestag für das Gesetz gestimmt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und andere hatten zwar angekündigt, das Gesetz kippen zu wollen, aber dann kurzfristig ihre Meinung geändert. Das 9-Euro-Ticket ermöglicht für drei Monate die günstige Nutzung des ÖPNV. Erste Verkehrsverbünde starten in den nächsten Tagen mit dem Verkauf des ÖPNV-Tickets, das deutschlandweit gültig sein soll.

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In der Gesetzesbegründung werden die "stark steigenden Kosten für Strom, Lebensmittel, Heizung und Mobilität" als große Belastung für die Bürger genannt. Um diese zu entlasten, beinhaltet die Novelle zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes eine "dreimonatige Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß, eine Energiepreispauschale und ein vergünstigtes ÖPNV-Ticket für drei Monate". Das Gesetz zum sogenannten Entlastungspaket soll am 1. Juli 2022 in Kraft treten.

Söder hatte seine Ablehnung zum 9-Euro-Ticket damit begründet, dass die Kosten für die Länder zu hoch seien. Bayern erhält laut dem beschlossenen Gesetzesentwurf die nominell höchsten Zuwendungen des Bundes für das Jahr 2022. Auf Twitter betont der Ministerpräsident, dass ein Umstieg auf den ÖPNV wichtig sei.

Vorverkauf für das Ticket startet

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben den Vorverkauf bereits vor der Zustimmung des Bundesrats gestartet, wie die deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. Laut dpa hat auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg den Verkaufsbeginn des Tickets für diesen Samstag angekündigt.

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Hessen will ebenfalls zeitnah die Tickets verkaufen. Wie die dpa berichtet, "beginnt in der kommenden Woche in Hessen der Vorverkauf für die 9-Euro-Tickets für Busse oder Regionalbahnen. Die bundesweit gültige Monatskarte könne am kommenden Montag an den Fahrscheinautomaten gekauft werden, teilte die Stadt Wiesbaden mit." Das Ticket soll demnach personengebunden und auf Papier sowie auf dem Handy gültig sein.

Die Linkspartei im Bundestag fordert eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets bis zum Ende des Jahres 2022. Bislang ist es nur für die Monate Juni, Juli und August vorgesehen. Das Ticket soll zudem über die App DB-Navigator angeboten werden.

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