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Entlassungswelle: Meta soll KI für Kündigung eingeschränkt arbeitender Angestellter verwendet haben

26 Meta-Angestellte haben nach Krankheit oder Geburten nur eingeschränkt gearbeitet und wurden trotzdem gekündigt – dank KI?
/ Tobias Költzsch
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Meta-Chef Mark Zuckerberg lässt aktuell 8.000 Mitarbeitern kündigen. (Bild: Kevin Dietsch/Getty Images)
Meta-Chef Mark Zuckerberg lässt aktuell 8.000 Mitarbeitern kündigen. Bild: Kevin Dietsch/Getty Images

Insgesamt 26 Angestellte von Meta klagen gegen das Unternehmen, da sie im Rahmen der aktuellen Entlassungswelle bei Meta gekündigt wurden und sich dabei unfair behandelt fühlen. Die Kläger hatten entweder Arbeitseinschränkungen wegen Krankheiten oder waren in Mutterschutz oder Vaterschaftsurlaub, wie unter anderem Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) und Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichten. Dass sie trotzdem gekündigt wurden, soll am Einsatz von KI bei der Auswahl liegen.

Den Klägern zufolge soll Meta für die Auswahl der zu kündigenden Mitarbeiter KI verwendet haben. Dabei sollen unter anderem das LLM Metamate, von Angestellten trainierte KI-Agents, Tastatureingabedaten, Nutzungsstatistiken von Werkzeugen sowie algorithmisch erstellte Leistungsrankings verwendet worden sein.

Meta bestreitet dies: "Diese Behauptungen sind unbegründet und entbehren jeder faktischen Grundlage. Entscheidungen zum Personalmanagement und zur Unternehmensorganisation wurden und werden von Menschen getroffen, nicht von KI", sagte das Unternehmen.

KI soll besondere Umstände bei der Entscheidung nicht berücksichtigt haben

Den gekündigten Mitarbeitern zufolge wurden sie entlassen, weil die KI-Auswertung nicht berücksichtigte, dass sie nicht vollwertig arbeiten konnten. Dafür gab es in jedem individuellen Fall offenbar gute Gründe, die allerdings nicht berücksichtigt wurden. Die Betroffenen hatten in den 24 Monaten vor der Kündigung Freistellungen oder barrierefreie Einrichtungen beantragt.

Der Klageschrift zufolge wurden mehrere US-Gesetze gebrochen, die Mitarbeiter im Krankheitsfall oder während einer Schwangerschaft schützen. Die Kündigungen sollen auch gegen Gesetze einzelner Bundesstaaten verstoßen. So ist es in Kalifornien etwa nicht erlaubt, automatisierte Systeme für die Kündigung von Mitarbeitern zu nutzen.

Die entlassenen Angestellten können keine Sammelklage gegen Meta anstrengen, da ihnen dies durch ihre Arbeitsverträge verboten ist. Entsprechend wollen sie individuelle Schiedsverfahren erzwingen. In deren Rahmen soll ihre Arbeitsbewertung neu berechnet werden; dabei sollen Umstände wie Krankheit, körperliche Einschränkungen oder Schwangerschaften berücksichtigt werden.

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