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Entlassungen: ST Micro schließt die Set-Top-Box-Sparte

Schlechte Zahlen, weniger Mitarbeiter: ST Microelectronics trennt sich von seiner Set-Top-Box-Sparte und somit von 1.400 Angestellten, Hunderte weitere Mitarbeiter werden in andere Bereiche wechseln.

Artikel veröffentlicht am ,
STiH312 für UHD-Set-Top-Boxen
STiH312 für UHD-Set-Top-Boxen (Bild: ST Microelectronics)

Der Halbleiterhersteller ST Microelectronics hat im Rahmen der Veröffentlichung der Jahresabschlusszahlen eine Umstrukturierung bekanntgegeben (PDF). Der europäische Chiphersteller trennt sich von seiner Set-Top-Box-Sparte, 2.000 Mitarbeiter sind davon betroffen: Rund 1.400 plant ST Micro zu entlassen, davon 670 in Asien, 430 in Frankreich und 120 in den USA. Weitere 600 Angestellte sollen in andere Abteilungen eingebracht werden.

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ST Microelectronics nennt als Begründung für die Schließung die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten, die Konkurrenz im Billigsegment und die langsamer als erwartet wachsende Verbreitung von High-End-Equipment. Die Entlassungen kosten voraussichtlich einmalig 170 Millionen US-Dollar, sollen dann aber alljährlich 170 Millionen US-Dollar einsparen.

Im Fiskaljahr 2015 betrug ST Microelectronics' Umsatz 6,9 statt 7,4 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 109 statt 168 Millionen US-Dollar. Im viertel Quartal 2015 setzte der Hersteller 1,67 statt 1,83 Milliarden US-Dollar um und erwirtschaftete einen Gewinn von nur noch 2 statt im Vorjahresquartal 43 Millionen US-Dollar. Operativ gesehen steht das Geschäft von ST Microelectronics mit 25 statt 38 Millionen US-Dollar weniger schlecht da.

Im ersten Quartal 2016 geht der Hersteller von leicht sinkenden Zahlen aus und stellt sich neu auf: Die Automotive and Discrete Group (ADG), die Microcontrollers and Digital ICs Group (MDG) und die Analog and MEMS Group (AMG) berichten an ST Microelectronics' CEO Carlo Bozotti.

ST Microelectronics produziert Halbleiter wie Mikrocontroller oder Sensoren und entwickelt Fertigungsverfahren. Globalfoundries nutzt beispielsweise das von ST Microelectronics lizenzierte FD-SOI beim 22FDX-Prozess.

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