Entlassungen: Mozilla hat Probleme mit alternativen Geschäftsmodellen

Die Arbeit an alternativen Einkommensquellen läuft für die Firefox-Macher von Mozilla offenbar nicht so wie erhofft. Das Unternehmen hat deshalb nun auch rund 70 Personen entlassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Firefox verliert immer mehr Marktanteil, das macht sich wohl auch am Umsatz von Mozilla bemerkbar.
Firefox verliert immer mehr Marktanteil, das macht sich wohl auch am Umsatz von Mozilla bemerkbar. (Bild: Pixabay)

Bisher besteht das Einkommen von Firefox-Hersteller Mozilla hauptsächlich aus Verträgen mit Suchmaschinenanbietern und das Unternehmen sucht bereits seit einigen Jahren nach möglichen Alternativen. Das läuft offenbar anders als erhofft, weshalb das Unternehmen nun wohl auch etwa 70 seiner rund 1.000 Angestellten entlassen hat, also 7 Prozent aller Angestellten. Das berichtet unter anderem das Magazin Techcrunch.

Stellenmarkt
  1. SAP & Salesforce Service Manager (m/w/d)
    DEKRA SE, Stuttgart
  2. Entwickler Firmware (m/w/d)
    Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont
Detailsuche

Laut dem zuletzt veröffentlichten Geschäftsbericht für das Jahr 2018 musste Mozilla einen leichten Verlust von rund einer halben Million US-Dollar verbuchen. Auch der Umsatz ist im Jahr 2018 wegen Änderungen an den Verträgen mit Suchmaschinenanbietern deutlich zurückgegangen.

Um seine Einkommensströme breiter aufzustellen und eben nicht mehr nur von Suchmaschinen abhängig zu sein, setzt Mozilla etwa auf Abos für Dienste wie Pocket. Die Einnahmen damit sind aber bisher marginal. Andere Dienste wie etwa ein eigenes VPN-Angebot benötigen darüber hinaus wohl deutlich länger, als Mozilla sich deren Entwicklung erhofft hat. So ist der Dienst etwa weiter nicht allgemein verfügbar und Mozilla generiert darüber keinerlei Einnahmen.

Innovationen stärken und Entwickler entlassen

Laut dem Bericht von Techcrunch, der sich auf eine interne E-Mail der Mozilla-Chefin Mitchel Baker beruft, habe sich der Umsatz von Mozilla für das Jahr 2019 nicht wie erwartet entwickelt, weshalb auch die Planung für das Jahr 2020 habe angepasst werden müssen. Das schließe vor allem ein, nicht mehr auszugeben, als das Unternehmen einnimmt.

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.03.2023, Virtuell
  2. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Um dies zu erreichen, hat Mozilla nun also etwa 70 seiner Angestellten aus verschiedenen Bereichen entlassen. Dazu gehören offenbar vor allem Teile der QA-Abteilung, aber auch weitere Entwickler aus anderen Bereichen. Baker bezeichnet dies in einer öffentlichen Stellungnahme im Blog des Unternehmens als "schwierige Entscheidung".

Baker weist in dem Blogpost aber auch darauf hin, dass das Unternehmen künftig weiter an den aktuellen und kommenden Problemen der Menschen im Netz arbeiten und diese lösen möchte. Laut Techcrunch steht dafür ein Innovationsfonds in Höhe von 43 Millionen US-Dollar bereit, mit dem eben auch neue Produkte und Angebote erstellt werden sollen.

Der Marktanteil des Firefox-Browsers sank in den vergangenen Jahren kontinuierlich, vor allem auch wegen des immer stärker werdenden Wechsels von Desktop- hin zu Mobilsystemen und App-Ökosystemen, wo Mozilla bisher kaum Fuß fassen konnte. Die Arbeiten an einem eigenen Mobilbetriebssystem FirefoxOS hat der Hersteller ebenso aufgegeben wie Experimente mit Connected Devices.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


der_heinz 17. Jan 2020

Noch nie gehört, musste ich gerade suchen: https://de.wikipedia.org/wiki/KaiOS. Hätte...

Steffo 16. Jan 2020

Ich glaube, ein Dow Jones Produktmanager hätte ein Forschungsprojekt wie Rust erst gar...

Trockenobst 16. Jan 2020

Wenn du mehr als ein zwei Millionen auf dem Konto cash hast, wirst du das Geld nicht...

Trockenobst 16. Jan 2020

Ich würde 5¤ im Jahr springen lassen, für ein Thunderbird Pro mit all den 100 Features...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Apollon-Plattform
DE-CIX wagt umfassendstes Netzwerkupgrade seiner Geschichte

Das Upgrade zum Ausfiltern von Netzwerkrauschen erfolgte innerhalb nächtlicher Wartungsfenster bei laufendem Betrieb.

Apollon-Plattform: DE-CIX wagt umfassendstes Netzwerkupgrade seiner Geschichte
Artikel
  1. Kia Flex: Kia startet Neuwagen-Abo
    Kia Flex
    Kia startet Neuwagen-Abo

    Unter dem Namen Kia Flex hat Kia ein neues Vertriebskonzept vorgestellt. Kunden kaufen die Autos nicht, sondern abonnieren sie.

  2. Autonomes Fahren: VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis
    Autonomes Fahren
    VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis

    Nicht nur das VW-Projekt Trinity, auch das geplante Audi-Vorzeigemodell Artemis fällt den Softwareproblemen des VW-Konzerns zum Opfer.

  3. Kids für Alexa im Test: Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?
    Kids für Alexa im Test
    Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?

    Amazon bietet neuerdings einen speziellen Kindermodus für Alexa an. Das soll Eltern in Sicherheit wiegen, die sollten sich aber besser nicht darauf verlassen.
    Ein Test von Ingo Pakalski

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Amazon Last Minute Angebote: Games & Zubehör, AVM-Router • Saturn-Weihnachts-Hits: Rabatt-Angebote aus allen Kategorien • Laptops bis zu 41% günstiger bei Saturn • PS5 Disc Edition inkl. GoW Ragnarök wieder vorbestellbar bei Amazon 619€ • ViewSonic 32" WQHD/144 Hz 229,90€ [Werbung]
    •  /