Entity List: USA bannen chinesische Supercomputer-Industrie

Supercomputer sind heutzutage unerlässlich, auch mit Blick auf Atomwaffen. Daher darf solche US-Technik nicht mehr exportiert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Der aktuelle Sunway Taihu Light
Der aktuelle Sunway Taihu Light (Bild: NRCPC)

Die USA haben die sogenannte Entity List um sieben chinesische Unternehmen und staatliche Organisationen erweitert: Diese sind maßgeblich für die Entwicklung von Supercomputern verantwortlich, welche laut den USA eine elementare Rolle für die nationale Sicherheit spielen. Der Export von Hardware oder Software an die sieben Entitäten ist daher untersagt.

Stellenmarkt
  1. Produktmanagerin / Produktmanager für die elektronische Akte (m/w/d)
    Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
  2. Experte (m/w/d) Enterprise Service Management
    operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Wolfsburg
Detailsuche

Auf der Liste stehen neben den National Supercomputing Centers von Jinan, Shenzhen, Wuxi und Zhengzhou noch das Shanghai High Performance IC Design Center sowie Tianjin Phytium Information Technology und Sunway Microelectronics. Sie alle sind den USA zufolge an Supercomputern beteiligt, die vom chinesischen Militär verwendet werden.

Phytium etwa hat diverse Server-Designs entwickelt, beispielsweise den Feiteng S2500 mit 64 Kernen und FTC663-Architektur sowie achtkanaligem DDR4-Interface bei 150 Watt. Der Hersteller ist eng mit der National University of Defense Technology (NUDT) verbunden, die mit dem Tianhe-2A den derzeit weltweit sechstschnellsten Supercomputer betreibt.

China hat verbesserte Eigenentwicklungen

Das Shanghai High Performance IC Design Center wiederum hat die SW26010-Chips entworfen, die im Taihu Light stecken - aktuell immer noch viertstärkste System überhaupt. Gebaut wurde dieser Supercomputer von Sunway, die daher folgerichtig auch auf der Entity List gelandet sind.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Oktober 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Längst arbeitet China an der nächsten Generation. Dabei soll es sich um die ersten Exaflops-Systeme handeln: Eines davon kommt erneut von Sunway, die passenden Chips kommen wieder vom Shanghai High Performance IC Design Center - das verringert die Abhängigkeit von den USA. Geplant ist eine theoretische Rechenleistung von 1 Exaflop und 700 Petaflops im Linpack-Benchmark. Ein jeder RISC-Prozessor soll 12 Teraflops liefern.

  • Blockdiagramm von Sunways Exascale-System (Bild: NRCPC)
  • Erwartete Performance des Supercomputers (Bild: NRCPC)
Blockdiagramm von Sunways Exascale-System (Bild: NRCPC)

Supercomputer werden unter anderem bei der Entwicklung und bei der Wartung - sogenanntes Stockpile - von Atomwaffen eingesetzt, weshalb ein Exportstopp für die USA eigene Technik nicht in chinesischen Systemen sehen will.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Snapdragon 8 Gen1
Der erste ARMv9-Smartphone-Drache ist da

Neuer Name, neue Kerne: Der Snapdragon 8 Gen1 nutzt ARMv9-Technik, auch das 5G-Modem und die künstliche Intelligenz sind viel besser.

Snapdragon 8 Gen1: Der erste ARMv9-Smartphone-Drache ist da
Artikel
  1. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  2. Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
    Prozessoren
    Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

    Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

  3. Factorial Energy: Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien
    Factorial Energy
    Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien

    Durch Festkörperakkus sollen Elektroautos sicherer werden und schneller laden. Doch mit einer schnellen Serienproduktion ist nicht zu rechnen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /