Entgeltmissbrauch: Bundesnetzagentur prüft, ob Magenta Zuhause zu billig ist

Die Bundesnetzagentur hat auf Antrag eines Konkurrenten ein Prüfverfahren zu Entgeltmissbrauch der Deutschen Telekom mit dem Tarif Magenta Zuhause eingeleitet. Das gab der Branchenverband Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) am 25. Juni 2015 bekannt. Die Preise sind laut Breko wettbewerbsverzerrend, weil die IP-Bitstrom-Vorleistungspreise der Telekom für ihre Konkurrenten teilweise deutlich über den von ihr angebotenen Endkundenpreisen in den ersten zwölf Monaten lägen. Bei einem 50-MBit/s-VDSL2-Anschluss seien dies 30,99 Euro brutto.
Das Verfahren werde bei der Bundesnetzagentur unter dem Aktenzeichen BK2-15-003 geführt, so der Verband. "Der Breko hat nichts gegen attraktive Angebote für Endkunden" , sagte Breko-Chef Stephan Albers. Gerade in Städten und Ballungsräumen gebe es starken Wettbewerb durch Kabelnetzbetreiber. Darum sollte die Telekom die Vorleistungspreise absenken, um attraktive Preise für alle zu ermöglichen. So könne der Konzern seine Angebote flächendeckend unterbreiten, und Kunden außerhalb von Städten und Ballungsräumen würden nicht mehr benachteiligt.
Telekom in Köln am günstigsten
Die Deutsche Telekom bietet(öffnet im neuen Fenster) unter anderem ihren Tarif Magenta Zuhause M mit Telefon-Flatrate und bis zu 50 MBit/s im Downstream in Städten wie Berlin, Stuttgart, Bochum, Kiel, Karlsruhe, Mannheim, Leipzig, München, Lübeck und Bonn in den ersten zwölf Monaten für 29,95 Euro pro Monat und danach für 34,95 Euro an. Bei Online-Bestellung reduziert sich der Monatspreis in den ersten zwölf Monaten noch einmal um zehn Prozent.
In Köln vermarktet(öffnet im neuen Fenster) die Telekom diesen Tarif im Telekom-Shop oder über die Hotline sogar zum Monatspreis von 24,95 Euro über einen Zeitraum von 24 Monaten.