Entertainmentsysteme: Google integriert Android in Millionen Autos
Google kooperiert mit der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi(öffnet im neuen Fenster), um Android in Fahrzeuge zu integrieren. Die an Fahrzeugverkäufen gemessen größte Auto-Allianz der Welt wolle Android-basierte Infotainmentsysteme in Millionen von Autos bringen, berichtete das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) zuerst. Das Infotainmentsystem soll laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) 2021 auf den Markt kommen.
Bisher boten die Hersteller nur Android Auto und damit eine sogenannte Mirroring-Technik an, bei der eine angepasste Oberfläche und einige Apps auf dem Autodisplay angezeigt und darüber bedient werden konnten. Auch Apple hat mit Carplay eine solche Lösung. Die neuen Pläne gehen darüber hinaus: Google Maps, Google Assistant und Google Play Store sollen ins Auto kommen sowie mit Fahrzeugdiagnose-Diensten und Online-Updates versehen werden. Jeder Hersteller der Allianz kann dabei sein eigenes Interface erstellen.

Das Abkommen hat große Auswirkungen auf den Markt. Die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz verkaufte allein im ersten Halbjahr 2018 nach Angaben des WSJ insgesamt 5,5 Millionen Kraftfahrzeuge und damit mehr als Volkswagen und Toyota.
Ein Sprecher der Herstellervereinigung sagte Techcrunch(öffnet im neuen Fenster), der Grund für die Partnerschaft mit Google sei gewesen, dass sich viele Kunden daran gewöhnt hätten, Google Maps und andere Apps zu verwenden – und nicht mehr auf von Autoherstellern entwickelte oder lizenzierte Software in Autos zu setzen.
Es gibt allerdings schon einige Autohersteller, die Google-Dienste unabhängig von Android Auto anbieten. So können Audi-Fahrer mit Audi Connect(öffnet im neuen Fenster) Google Earth nutzen und damit navigieren. Auch Volvo(öffnet im neuen Fenster) arbeitet gemeinsam mit Google an der Einbettung des sprachgesteuerten Google Assistant sowie weiterer Dienste wie Google Play Store und Google Maps in die nächste Generation des Volvo-Bedienungssystems Sensus.
Dabei bleiben Navigationsgerätehersteller außen vor. Der Aktienkurs des Unternehmens Tomtom fiel kurz nach Bekanntgabe der Nachricht(öffnet im neuen Fenster). Die Aktien notierten 30 Prozent unter dem Wert des Vortages.
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