Enterprise Linux: Service Pack 3 für Suse veröffentlicht

Mit dem Service Pack 3 für Suse Enterprise Linux 11 bekommt die Linux-Distribution Unterstützung für UEFI Secure Boot und zusätzliche Treiber.

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Suse Enterprise Linux 11 erhält das Service Pack 3.
Suse Enterprise Linux 11 erhält das Service Pack 3. (Bild: Suse)

Mit dem Service Pack 3 hat Suse sein Enterprise Linux 11 zum dritten Mal aktualisiert. Neben Fehlerbehebungen gibt es auch aktuelle Treiber und erstmals die Unterstützung für UEFI Secure Boot. Dazu wurde der Bootloader Shim integriert, der einen Signaturschlüssel von Microsoft enthält. Der bei Suse entwickelte MOK-Mechanismus lässt die Integration eines eigenen Schlüssels zu, mit dem dann ein selbst kompilierter Kernel samt der Module signiert werden kann.

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Zwar bleibt die Kernel-Version seit SP2 numerisch gleich, nämlich bei 3.0. Allerdings hat Suse zahlreiche neue Treiber integriert. Die neuen Treiber lassen Suse Enterprise Linux 11 SP3 (SLE 11 SP3) auf Intels E5-Xeon-Prozessoren ebenso laufen wie auf AMDs Opteron-Prozessoren der 4000er und 6000er Reihe.

Dateisysteme

SLE 11 SP3 setzt weiterhin auf Ext3, unterstützt aber auch die Dateisysteme ReiserFS 3.6, XFS sowie Btrfs, das Suse mit eigenen Patches versehen hat, etwa für Quotas auf Subvolumes. Ext4 unterstützt SLE 11 SP3 ebenfalls zunächst nur lesend; wer auf das Dateisystem schreiben will, muss die Option explizit aktivieren. Für das Erstellen von Snapshots eines Btrfs-Volumes liegt weiterhin das Werkzeug Snapper bei, das sich mit SP3 auch mit Thin Provisioning für LVM nutzen lässt. Snapper lässt sich jetzt auch als normaler Nutzer starten und soll deutlich schneller funktionieren.

Der in dem offiziellen Linux-Kernel 3.10 eingeführte Hyper-V-Framebuffer-Treiber ist auch in SLE 11 SP3 enthalten. Ein zusätzlicher Treiber fordert Linux-Gastsysteme dazu auf, sämtliche Dateisysteme in einen konsistenten Zustand zu versetzen, damit davon Snapshots (Host Initiated Backup) erstellt werden können. Außerdem unterstützt SLE 11 SP3 Memory Ballooning Support, das dynamische Vergrößern des Arbeitsspeichers.

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Für die Kernel Virtual Machine (KVM) liegt Qemu in Version 1.4 bei, die in erster Linie schneller sein soll und USB-Unterstützung mitbringt. Dabei werden bis zu 160 CPU-Kerne und 2 TByte RAM pro Gast unterstützt, statt wie bisher 64 Kerne und 512 GByte. Xen liegt in Version 4.2 bei.

Die Datenbank MySQL wurde von Version 5.0 auf Version 5.5 aktualisiert. Dabei müssen auch die Datenbanken mit Hilfe eines Skripts angepasst werden. Außerdem wurde Postfix von 2.5.13 auf 2.9.4 aktualisiert, was ebenfalls einige Anpassungen erfordert. Diese sind in den Release Notes festgehalten. Ende Januar 2014 läuft die Unterstützung für SLE 11 SP2 aus, spätestens dann muss das Update auf Service Pack 3 über Zypper eingespielt werden. Suse Enterprise Linux SP3 steht als kostenlose Testversion zum Download bereit, die 60 Tage lang ausprobiert werden kann.

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