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Enterprise-Linux: RHEL 7 mit Systemd, Gnome3 und Container-Verwaltung

Version 7 von Red Hats Enterprise Linux steht bereit. Es bietet Systemd, XFS als Standard sowie Unterstützung für System-Container und wird bis zu 13 Jahren mit Updates versorgt.

Artikel veröffentlicht am ,
Gnome 3.8 im Classic-Modus: der Standard-Desktop von RHEL 7
Gnome 3.8 im Classic-Modus: der Standard-Desktop von RHEL 7 (Bild: Screenshot Golem.de)

Der Distributor Red Hat hat Version 7 seines Enterprise Linux (RHEL) veröffentlicht. Die vorhandene Technik basiert größtenteils auf Fedora 19, das im Sommer vergangenen Jahres erschienen ist. Die auf Unternehmenskunden ausgerichtete Version bietet gegenüber der Vorgängerversion viele Neuerungen, die allerdings in vielen Community-Distributionen seit längerem bereitstehen.

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Dazu gehört etwa das Werkzeug zur Systemverwaltung Systemd, das die bisher verfügbaren Init-Systeme SysV und Upstart ersetzt. Außerdem können Red-Hat-Kunden nun auch Betriebssystem-Container verwenden, mit denen sich Anwendungen ohne die Virtualisierung von physischen Systemen voneinander trennen lassen. Zur Automatisierung und Verwaltung dieser setzt Red Hat unter anderem auf Docker.

Die Ausrichtung auf Unternehmenskunden wird zum Beispiel an der Wahl des Standard-Dateisystems deutlich. Statt wie bisher Ext4 wird in RHEL 7 XFS verwendet, das ursprünglich von SGI entwickelt wurde und theoretisch bis zu 16 EByte große Dateisysteme unterstützt. Btrfs steht nur als technische Vorschau bereit. Die Basis des Systems bildet der Linux-Kernel 3.10, der derzeit noch als Longterm-Kernel von Greg Kroah-Hartman gepflegt wird.

Gnome-Classic-Desktop

Als Standard-Desktop kommt Gnome 3.8 im Classic-Modus zum Einsatz, welcher sehr stark an die Optik von Gnome 2.32 erinnert. Das Werkzeug Gnome Boxes erlaubt das einfache Erstellen von virtuellen Maschinen. Genutzt werden kann aber auch KDE SC 4.10 mit den Plasma-Arbeitsflächen. Zur besseren Einstellung der Displays kann Kscreen eingesetzt werden, das von Red-Hat-Entwicklern geschrieben worden ist und nun standardmäßig in KDE verwendet wird.

Als Toolchain werden GCC 4.8 und die GNU Binutils 2.32.52 bereitgestellt. Die Firewall wird über den in Fedora getesteten Daemon Firewalld verwaltet. Wie die meisten Community-Distributionen setzt RHEL 7 nicht mehr auf das zu Oracle gehörende MySQL, sondern auf den Community-Fork MariaDB in Version 5.5.

13 Jahre Support

Über mehrere Phasen wird Red Hat die Version 10 Jahre lang mit Updates unterstützen, gegen einen Zusatzbetrag sind sogar drei weitere Jahre möglich. RHEL 7 und die Updates werden in einem Abomodell angeboten, dessen Preise sich an Verwendungszweck und der eingesetzten Hardware orientieren. Die günstigste Version für Desktops kostet 49 US-Dollar im Jahr, der Premium Support für IBM-Power-Server kostet 8.600 US-Dollar pro Jahr.

Weitere Details zu RHEL 7 finden sich in der Dokumentation. Die frei verfügbaren Quellpakete werden nicht mehr wie bisher über die FTP-Server von Red Hat bereitgestellt. Das Unternehmen verweist vielmehr auf das Community-Projekt CentOS, das seit Anfang dieses Jahres ähnlich wie Fedora offiziell von Red Hat unterstützt wird. Das Projekt erstellt derzeit seine neue Version, der Fortschritt dazu kann auf einem Blog verfolgt werden.



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hjp 13. Jun 2014

Ja, Scientific Linux. "SELinux" ist eine Kernel-Komponente für Mandatory Access Control.

Anonymer Nutzer 12. Jun 2014

Und du willst für deine Behauptungen auch keine Quellen nennen? http://www.oracle.com/us...


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