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Enterprise-Linux: CentOS erscheint auf RHEL7-Basis

Die Community-Distribution CentOS hat Version 7 auf Basis des aktuellen Red Hat Enterprise Linux veröffentlicht. CentOS 7 kommt mit Systemd, Gnome3 und unterstützt System-Container.

Artikel veröffentlicht am ,
CentOS 7 erscheint einen Monat nach dem Upstream-Release.
CentOS 7 erscheint einen Monat nach dem Upstream-Release. (Bild: Screenshot Golem.de)

Etwa vier Wochen nach der Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux 7 (RHEL) ist nun auch die darauf aufbauende Community-Version CentOS 7 erschienen. Vorerst sind aber nur Abbilder für die 64-Bit-Variante der x86-Architektur verfügbar, darunter auch Live-Images, weitere sollen aber folgen.

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Zusätzlich dazu plant das Team künftig auch Abbilder für die Betriebssystemcontainer-Verwaltung Docker bereitzustellen, ebenso wie Abbilder für Cloud-Dienstleistungen bestimmter kommerzieller Anbieter wie AWS von Amazon oder die Compute Cloud von Google, sowie für freie Dienste wie Cloudstack, Opennebula und Eucalyptus. Die ARM- und PowerPC-Architektur sollen ebenfalls noch benutzbar werden.

Keine öffentlichen Quellen von Red Hat

CentOS nutzte in der Vergangenheit die frei verfügbaren Quellen von Red Hats Enterprise Linux. Seit Beginn dieses Jahres wird die Community-Distribution aber offiziell von den Unternehmen unterstützt und hat damit einen ähnlichen Status wie Fedora. So stehen die Quellen für die Distribution nun erstmals über die eigene Git-Infrastruktur bereit, die dazugehörigen Quellpakete und natürlich auch die binären RPM-Pakete werden aber ebenfalls frei angeboten.

Zu RHEL kompatible Nachbauten, die bisher wie CentOS vorgegangen sind, müssen ihre Arbeitsabläufe entsprechend anpassen und die Daten von CentOS übernehmen oder aber ausschließlich über das Abokundenportal von Red Hat selbst. Dies könnte als Schritt gewertet werden, dass man die direkte Konkurrenz, allen voran Oracle Linux, etwas behindern möchte. Ähnliche Vermutungen kamen auf, als Red Hat im Jahr 2011 begann, seine Kernel-Patches nicht mehr einzeln online zu stellen. Damals bestätigte Red-Hat-Chef Brian Stevens diese Strategie offiziell.

Gegenüber der Veröffentlichung von RHEL7 hat das CentOS-Team größtenteils das Branding angepasst und die speziell an Abokunden gerichtete Software entfernt. Außerdem sind bereits einige der im vergangenen Monat veröffentlichten Updates in CentOS 7 integriert. Künftig sollen die Updates spätestens 48 Stunden nach der Veröffentlichung durch Red Hat in CentOS bereitstehen.

Weitere Informationen bieten die Release-Notes. Die Abbilder stehen zum Download bereit.

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