Entbündelung: Facebook-Messenger ohne Mitgliedschaft nutzbar

Facebook zwingt Nutzer des unternehmenseigenen mobilen Messengers in einigen Ländern nicht mehr(öffnet im neuen Fenster) , beim sozialen Netzwerk Mitglied zu sein. Der Kontozwang wurde für die USA, Kanada, Peru und Venezuela aufgehoben. In weiteren Ländern soll die Regelung ebenfalls eingeführt werden. Wann dies in Deutschland der Fall sein werde, ist noch unbekannt.

Der Messenger wurde von der mobilen Facebook-App getrennt und zu einer eigenständigen Anwendung umgebaut. Facebook-Chef Mark Zuckerberg teilte Anfang Juni mit, dass die Zahl der Anwender des Messengers, die ihn mindestens einmal monatlich nutzten, auf 700 Millionen weltweit angestiegen(öffnet im neuen Fenster) sei. So wird der Abstand zum unternehmenseigenen Hauptkonkurrenten Whatsapp immer kleiner. Im April 2015 meldete Whatsapp 800 Millionen aktive Nutzer.
Die Entbündelung vom Facebook-Account könnte der App neue Nutzer bringen, unter anderem aus dem Unternehmensumfeld.
Laut einem Bericht der Website The Information(öffnet im neuen Fenster) hat Apple unterdessen Schritte unternommen, es App-Entwicklern unmöglich zu machen, iOS-Geräte mit Blick auf darauf installierte Apps Dritter zu scannen, um zielgenaue Werbung zu ermöglichen. Facebook und Twitter(öffnet im neuen Fenster) nutzten diese Möglichkeit, um personalisierte Anzeigen in ihren mobilen Anwendungen einzublenden.
Nachtrag vom 17. Juli 2015, 09:56 Uhr
Wie Facebook-Entwickler David Marcus in seinem Profil schreibt(öffnet im neuen Fenster) , kann der Messenger künftig weltweit ohne Facebook-Account genutzt werden. Es reiche, die Telefonnummer beim Anmelden anzugeben.



