Ensigma & MIPS: ImgTech muss wegen Apple zwei Sparten verkaufen

Weil Apple künftig keine PowerVR-Grafikeinheiten mehr nutzen will, trennt sich Imagination Technologies gezwungenermaßen von zwei Geschäftsbereichen: Ensigma & MIPS. Beide waren eigentlich als zusätzliche Standbeine gedacht.

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MIPS wird verkauft.
MIPS wird verkauft. (Bild: Imagination Technologies)

Es war nach Apples Entscheidung abzusehen: Imagination Technologies hat bekanntgegeben, seine Ensigma- und seine MIPS-Sparte zum Verkauf anzubieten. Künftig möchten sich die Briten auf ihre PowerVR-Grafikeinheiten konzentrieren, um wirtschaftlich weiterhin existieren zu können. Einen Käufer oder einen Preis nannte Imagination Technologies nicht.

Apple hatte vor einem Monat kundgetan, dass es künftig eigene GPUs für iPads und iPhones entwickeln und einsetzen will. Die bisher verwendeten PowerVR-Grafikeinheiten werden daher nicht mehr benötigt, womit Imagination Technologies die Hälfte des Jahresumsatzes wegbricht. Um das zu kompensieren, sollen die 2012 zugekaufte MIPS-Abteilung und die seit 2000 zum Konzern gehörende Ensigma-Sparte veräußert werden. Die CPU-Architektur und die Kommunikations-Chips sollten Imagination Technologies neben PowerVR eigentlich als Standbeine dienen.

Apple will nicht mehr

MIPS war und ist gerade im Embedded-Segment weit verbreitet, etwa in Routern, und steckte auch in den Spielekonsolen Playstation sowie Nintendo 64; zudem wird MIPS neben ARM und x86 von Android unterstützt. Die Ensigma-Sparte ist unter anderem aufgrund von Lizenzabkommen mit Qualcomm wichtig. Imagination Technologies zufolge verliefen die Gespräche mit Apple über das bisherige Lizenzabkommen nicht zufriedenstellend, weshalb sich die Briten zum Verkauf von Ensigma und MIPS gezwungen sehen.

Die PowerVR-Grafikeinheiten werden zum Beispiel in Systems-on-a-Chip von Intel, Mediatek, Samsung und Spreadtrum verwendet. Erst im März 2017 hatte Imagination Technologies die neue Furian-Architektur vorgestellt, die demnächst in den PowerVR Series 8TX debütieren wird.

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