Enlightenment E17: Erste Alpha nach zwölf Jahren Entwicklung

Das Enlightenment-Team hat sich darauf geeinigt, eine Alphaversion von DR 0.17 zu veröffentlichen. Mit Hilfe Samsungs rückt eine finale Version so immer näher.

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Enlightenment E17 in einer aktuellen Vorabversion
Enlightenment E17 in einer aktuellen Vorabversion (Bild: e17releasemanager)

Fast zwölf Jahre mit Unterbrechungen hat das mehrfach wechselnde Entwicklerteam gebraucht, um eine erste Alphaversion von Enlightenment DR 0.17, kurz E17, zu veröffentlichen. In dieser Zeit wandelte sich E17 von einem einfachen Fenstermanager für X11 zu einer leichten Desktopumgebung mit wenigen eigenen Anwendungen. Zudem bietet Enlightenment mehrere Bibliotheken zum Erstellen von Programmen, die Enlightenment Foundation Libraries (EFL).

Anfang Juli dieses Jahres wurde bekannt, dass E17 einen Release Manager bekommt. Dessen Hauptaufgabe ist es, für eine stabile Veröffentlichung zu sorgen, was bei der sehr geringen Anzahl von aktiven Entwicklern vergleichsweise schwierig ist. Das Kern-Team bilden lediglich drei bis fünf Programmierer.

Ende August erschien die stabile Version 1.7 der EFL, inzwischen ist sogar ein größeres Update für die Bibliotheken verfügbar. Teile davon werden unter anderem in dem Meego-Nachfolger Tizen genutzt, das gemeinsam von Samsung und Intel entwickelt wird und auf Samsungs Smartphones zum Einsatz kommen soll.

Dieser Fakt ist wohl auch der Hauptgrund für den erneuten Versuch, E17 endlich stabil zu veröffentlichen. Denn der Release Manager Mike Blumenkrantz arbeitet für Samsung. In einem Vortrag auf der zurzeit stattfindenden Linuxcon Europe in Madrid möchte Blumenkrantz auch einen Termin für die finale Veröffentlichung verkünden.

Eigentlich kann Enlightenment seit mehr als sechs Jahren genutzt werden. 2006 war es die Benutzeroberfläche für Yellow Dog Linux, das auf der ersten Generation von Sonys Playstation 3 zum Einsatz kam. Darüber hinaus gibt es weitere Distributionen, die E17 als Oberfläche einsetzen wie Bodhi. Für die bekannteren Distributionen wie Debian, Ubuntu, Fedora oder auch Opensuse gibt es jedoch nur inoffizielle Pakete. Mit einer finalen Version von E17 ändert sich dies vielleicht.

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