Eni HPC4: Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

Mit dem HPC4 hat Eni einen der flottesten Supercomputer der Welt gebaut. Das für Erdgas- und Erdöl-Berechnungen genutzte System ist in Privatbesitz und nicht in staatlicher Hand oder Teil einer Universität. Der HPC4 schafft über 22 Petaflops.

Artikel veröffentlicht am ,
HPC4
HPC4 (Bild: Eni)

Der italienische Gas- und Ölkonzern Eni (Ente Nazionale Idrocarburi) hat den HPC4 genannten Supercomputer ans Netz genommen. Mit 22,4 Petaflops liegt die theoretische Rechenleistung (Rpeak) so hoch, dass der HPC4 es unter die zehn schnellsten gelisteten Systeme der Welt (Top500) schaffen dürfte. Der Rechner steht im Green Data Center in Ferrera Erbognone südlich von Mailand. Das System soll zur Aufarbeitung seismischer Daten, zur Berechnung von Petroleum System Modelling oder für Reservoir-Simulationen eingesetzt werden.

Stellenmarkt
  1. Microsoft 365 Cloud Engineer (m/w/d)
    BUCS IT, Wuppertal
  2. IT-Systemtechniker in der Leit- und Kommunikationstechnik der Werkfeuerwehr (m/w/d)
    CURRENTA GmbH & Co. OHG, Leverkusen, Dormagen, Krefeld-Uerdingen
Detailsuche

Anders als die meisten Supercomputer seiner Leistungsklasse ist der HPC4 in privater Hand und wurde nicht im Auftrag einer staatlichen Organisation oder öffentlichen Einrichtung wie einer Universität errichtet. Hinter Systemen wie dem Sunway Taihu Light etwa steht das National Supercomputing Center und hinter dem Titan das Energieministerium der Vereinigten Staaten (DoE). Allerdings war auch Eni einst öffentlich-rechtlich, mittlerweile ist es eine Aktiengesellschaft - an welcher der italienische Staat knapp ein Drittel hält. Das Unternehmen betreibt die Agip-Tankstellen in Europa.

Xeon Platinum treffen Tesla P100

Im HPC4-Supercomputer rechnen 1.600 Proliant DL380 von HPE. Jeder dieser Nodes integrierte zwei Skylake-SP-Prozessoren (Xeon Platinum) von Intel mit 24 Kernen und zwei Tesla P100 genannte Beschleunigerkarten von Nvidia; verknüpft werden sie durch Infiniband-Interconnects. Der HPC4 schafft 18,6 Petaflops und wird mit dem HPC3 für 22,4 Petaflops kombiniert.

Mittelfristig möchte Eni ein Exascale-System bauen. Unabhängig von dem italienischen Gas- und Ölkonzern plant die Europäische Union, bis 2023 eine Milliarde Euro in neue Supercomputer zu investieren. Die EU möchte damit möglichst schnell zu China und auch den Vereinigten Staaten aufschließen, da dort ebenfalls schon an Exaflop-Rechnern gearbeitet wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.P. 22. Jan 2018

Da musst Du nur einen Prozessortest XEON Platinum vs. EPYC suchen ... Z. B. Den hier...

Sarkastius 22. Jan 2018

Zumindest hat er für FP 32 und 64 Recht. Firmen die so eine Lösung als Sorglospacket...

Sarkastius 22. Jan 2018

Man stelle sich vor das der Admin mal Dauerlast testen soll und auf allen Notes ein Tag...

ims.weber 21. Jan 2018

Die meiste Power wird zur Berechnung von Seimik benötigt. siehe Theorie https://youtu.be...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klimaforscher
Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
Artikel
  1. Eco-SIM: Vodafone führt die recycelte SIM-Karte ein
    Eco-SIM
    Vodafone führt die recycelte SIM-Karte ein

    Laut Vodafone ist das Netz schon grün. Auch die SIM-Karte soll umweltfreundlich werden. Doch ganz so einfach ist es nicht.

  2. CPU: Alibaba legt eigene RISC-V-Kerne offen
    CPU
    Alibaba legt eigene RISC-V-Kerne offen

    Bei den Xuantie-Chips handelt es sich wohl um die bislang leistungsstärksten RISC-V-CPUs. Die Eigenentwicklung von Alibaba ist nun Open Source.

  3. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /