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Engpässe bei Rechenkapazitäten: Google begrenzt Metas Zugriff auf Gemini

Meta will Gemini eigentlich viel stärker einsetzen, aber Google kann die nötige Rechenleistung für den KI-Einsatz nicht liefern.
/ Ingo Pakalski
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Meta will mehr Gemini-Leistung als Google liefern kann. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Meta will mehr Gemini-Leistung als Google liefern kann. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Meta verwendet Googles Gemini-KI-Modelle und fordert mehr Rechenkapazität, die Google aber nicht bereitstellen kann. Als Folge habe Google die Nutzung der Gemini-KI-Modelle für Meta gedeckelt und eingeschränkt, berichtete die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf drei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Die Entscheidung Googles soll demnach bereits im März 2026 erfolgt sein. Dies habe einige interne KI-Projekte von Meta beeinträchtigt und verzögert. Wegen der weiterhin geltenden Beschränkungen soll Meta seine Mitarbeiter aufgefordert haben, effizienter mit KI-Token umzugehen, mit denen die KI-Nutzung gemessen wird.

Mit diesem Schritt will Meta zudem die KI-Kosten reduzieren. Laut den Informationen der Financial Times sollen weitere Google-Kunden vergleichbare Beschränkungen erhalten haben. Sie sollen aber in geringerem Maße betroffen sein als Meta, wo eine ungewöhnlich hohe KI-Rechenleistung nachgefragt wurde.

Google kaufte Rechenkapazität dazu

Die Zeitung sieht die Beschränkungen durch Google als seltenen Beleg dafür, dass sogar die weltweit größten KI-Anbieter noch immer mit infrastrukturellen Belastungen und Engpässen zu tun hätten.

Aufgrund der erhöhten Nachfrage insbesondere von großen Unternehmenskunden soll Google laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zusätzliche Kapazitäten eingekauft haben. Google unterzeichnete dafür Anfang Juni 2026 einen Vertrag mit SpaceX, um Rechenkapazitäten im Wert von mehr als 920 Millionen US-Dollar pro Monat anzumieten.

Dafür nutzt Meta Gemini

Gemini wird bei Meta intern verwendet, um Abläufe stärker zu automatisieren. So wird die KI beispielsweise zur Aufdeckung von Betrugsversuchen und zur Entfernung schädlicher Inhalte genutzt. Auch zur Programmierung kommt die KI zum Einsatz. Ferner werde Gemini in Chatbots im Kundenservice und in der Werbeberatung verwendet, hieß es in dem Bericht.

Meta soll sich für Gemini entschieden haben, weil die Google-KI eine bessere Leistung erbracht habe als die eigenen Open-Source-Modelle Llama des Social-Media-Unternehmens.

In jüngerer Zeit soll Meta laut mehreren Personen damit begonnen haben, den Schwerpunkt auf sein neues KI-Modell Muse Spark zu verlagern. Es wird als wettbewerbsfähiger gegenüber Gemini angesehen und soll die Abhängigkeit des Unternehmens von externen Modellen für bestimmte Anwendungen verringern.


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