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Engine: Unity erlaubt Integration von jeder unabhängigen Software

Das Unternehmen Unity hat die Lizenzbedingungen für seine Laufzeitumgebung in einem kleinen, aber wichtigen Punkt überarbeitet: Jetzt darf jede unabhängig produzierte Software eingebaut werden. Grund für die Änderung war ein Streit mit Epic Games und Improbable.

Artikel veröffentlicht am ,
Entwickler bei Arbeit mit Unity-Engine
Entwickler bei Arbeit mit Unity-Engine (Bild: Unity)

Knapp eine Woche nach einer innerhalb der Spieleindustrie engagiert diskutierten Auseinandersetzung zwischen den Unternehmen Unity auf der einen und Epic Games und Improbable auf der anderen Seite gibt es nun Konsequenzen. In einem Blogbeitrag vom 16. Januar 2019 hat Unity-Chef Joachim Ante angekündigt, dass künftig jede Art von unabhängig produzierter Software in der Unity-Engine verwendet werden darf.

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"Wenn Sie ein Spiel mit Unity machen, besitzen Sie den Inhalt und sollten das Recht haben, es an beliebiger Stelle zu veröffentlichen", schreibt Ante. "Unsere Lizenzbestimmungen haben dieses Prinzip nicht aufgegriffen - dabei sind wir gar nicht so". Nach den Änderungen können Entwickler nun jede Art von Software (konkret gemeint ist in der Praxis meist von Drittanbietern programmierte Middleware) in ihre Werke integrieren.

Dabei unterscheidet Unity zwischen unterstützter Software, die immer korrekt mit der aktuellen Version von Unity funktionieren soll, und eben der bislang offiziell nicht erlaubten Software. Bei der garantiert die Firma aber nicht, dass sie korrekt läuft - darum müssen sich die Entwickler im Zweifel selbst kümmern.

Auslöser für die Änderungen bei Unity war ein schon länger währender, Mitte Januar 2019 eskalierter Streit mit Improbable. Das britische Studio vermarktet seine Middelware Spatial OS für die Engines Unity und Unreal. Spatial OS erlaubt es, über die Cloud vergleichsweise einfach miteinander verbundene Welten zu erschaffen, so dass auch kleinere Entwicklerstudios ein MMO produzieren und im Erfolgsfall schnell mit den wachsenden Spielerzahlen skalieren können.

Unity hatte das aus mehreren Gründen dann untersagt, was wiederum Epic Games für Werbung in eigener Sache öffentlich gemacht hatte. Die Firma hinter Fortnite hatte sogar kurzfristig einen Fonds über 25 Millionen US-Dollar für Entwickler aufgelegt, die zur Unreal Engine wechseln.



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