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Engine: Milliardenangebot bringt Unity in Zwickmühle

Soll sich Unity für 17,5 Milliarden US-Dollar kaufen lassen – oder selbst ein umstrittenes Unternehmen für 4,4 Milliarden US-Dollar übernehmen?
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Unity (Bild: Unity Technologies)
Artwork von Unity Bild: Unity Technologies

Das kalifornische Unternehmen Applovin will den aus San Francisco stammenden Engine-Hersteller Unity für 17,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Beschlossen ist noch nichts, derzeit liegt die Entscheidung bei Unity(öffnet im neuen Fenster) – das Unternehmen kann das Angebot annehmen oder nicht.

Applovin(öffnet im neuen Fenster) ist in der Öffentlichkeit unbekannt. Die Firma verdient ihr Geld mit technischen Dienstleistungen und Analysen rund um Onlinewerbung, besonders auf mobilen Plattformen.

In den vergangenen Jahren investierte sie allerdings auch in Gaming, insbesondere mit der Übernahme des Entwicklerstudios Machine Zone (Game of War – Fire Age, Mobile Strike).

Eine Besonderheit der Offerte: Sie gilt ausdrücklich nicht für Unity und Ironsource zusammen. Unity hatte eigentlich vor, dieses ebenfalls auf Onlinewerbung spezialisierte Unternehmen – ein Konkurrent von Applovin – für rund 4,4 Milliarden US-Dollar zu kaufen, wie Mitte Juli 2022 bekannt wurde .

Deshalb hat das Management von Unity nun die Wahl: Es kann entweder das Angebot von Applovin akzeptieren oder auf eigene Faust weitermachen und Ironsource übernehmen. Momentan gibt es keine Hinweise, wie die Entscheidung ausfallen wird.

In jedem Fall dürfte es bedeuten, dass Unity künftig den Entwicklerstudios mehr Service rund um die Integration von Werbung in Mobile Games und andere Apps bieten kann.

Unity-Chef beschimpft Entwickler

Das gefällt allerdings nicht allen: Bei Entwicklern haben die Ankündigungen rund um Ironsource für Ablehnung gesorgt, weil das Unternehmen unter anderem hinter Malware wie Installcore steckt, die sich als Erweiterung für Browser auf den Rechner schmuggelt und ungewollte Werbung anzeigt.

Unity-Engine mit DLSS
Unity-Engine mit DLSS (06:37)

Nach ersten Diskussionen sorgte dann auch noch Unity-Chef John Riccitiello mit abfälligen Bemerkungen über Entwickler für Negativschlagzeilen. Mittlerweile entschuldigte er sich dafür öffentlich auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) .


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