Energy Observer: Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff

Um die Welt ohne einen Tropfen Treibstoff: Das elektrisch angetriebene Schiff Energy Observer ist auf einer sechsjährigen Tour um die Welt und versorgt sich dabei per Solarenergie, Windenergie und mit einer Brennstoffzelle mit Strom.

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Öko-Katamaran Energy Observer: zu den Olympischen Spielen nach Tokio
Öko-Katamaran Energy Observer: zu den Olympischen Spielen nach Tokio (Bild: Energy Observer/Toyota)

In der kommerziellen Schifffahrt ist die Brennstoffzelle erst in der Erprobung. Experimentelle Schiffe mit diesem Antrieb gibt es schon: Die Energy Oberserver umrundet die Welt und soll sich dabei selbst mit Energie versorgen.

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Die Energy Observer ist ein 30,5 m langer und 12,8 m breiter Katamaran. Angetrieben wird das Schiff von zwei Elektromotoren. Solarpaneele, zwei Windräder mit vertikaler Achse sowie eine Brennstoffzelle liefern den Strom für die Motoren sowie alle anderen Bordsysteme. Hinzu kommt ein Lenkdrachen, der bei Wind aufsteigt. Beim Segeln dienen die beiden Elektromotoren als Generatoren, die elektrischen Strom erzeugen, der in Akkus gespeichert wird.

Der Wasserstoff für die Brennstoffzelle wird an Bord gewonnen: Meerwasser wird entsalzt und Ionen entzogen. Dann werden Wasserstoff und Sauerstoff durch Elektrolyse getrennt. Der Wasserstoff wird verdichtet und in Tanks gespeichert.

Das Boot wurde 1983 in Kanada als Rennboot gebaut. Im Jahr darauf stellte die Formule Tag, wie der Katamaran damals hieß, ihren ersten Rekord auf: Sie legte 512 Seemeilen in 24 Stunden zurück und war damit das erste Segelboot, das mehr als 500 Seemeilen in 24 Stunden schaffte. Der nächste Rekord folgte 1994: die schnellste Nonstop-Weltumsegelung in 74 Tagen, 22 Stunden, 17 Minuten und 22 Sekunden.

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Derzeit ist die Energy Observer auf einer sechsjährigen Tour rund um die Welt, bei der sich das Boot komplett selbst mit Energie versorgen wird. Gestartet ist die Weltumfahrung im vergangenen Jahr in Saint-Malo im Nordwesten Frankreichs. Dieses Jahr ist die Energy Oberserver im Mittelmeer unterwegs, im kommenden Jahr in Nordeuropa. 2020 soll sie zu den Olympischen Spielen in Tokio sein.

Unterstützt wird das Projekt vom japanischen Autohersteller Toyota, der selbst Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb baut: Der Pkw Mirai ist seit einigen Jahren auf dem Markt und wird unter anderem von dem Fahrdienst Clevershuttle eingesetzt. In den USA testen die Japaner den Brennstoffzellen-Truck Project Portal. Die Weltumrundung der Energy Observer "zeigt einmal mehr die vielen praktischen Einsatzmöglichkeiten auf dem Weg in eine Wasserstoff-Gesellschaft", sagt Matt Harrison von Toyota Motor Europe.

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