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Energy Harvesting: Uhren-Akku soll sich durch Körperwärme aufladen

Bei Automatikuhren wird Bewegungsenergie für eine längere Laufzeit genutzt. Smartwatches könnten durch die Nutzung der Körperwärme länger laufen. Die Power Watch von Matrix Industries soll dies möglich machen.
/ Andreas Donath
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Power Watch von Matrix Industries (Bild: Indiegogo)
Power Watch von Matrix Industries Bild: Indiegogo

Die geringe Akkulaufzeit von Smartwatches führt dazu, dass Nutzer die Geräte innerhalb weniger Tage neu laden müssen. Bei der Power Watch von Matrix Industries soll die Körperwärme verwendet werden, um den Akku wiederaufzuladen. Das kalifornische Start-up macht sich den Seebeck-Effekt zu Nutze.

Matrix PowerWatch (Herstellervideo)
Matrix PowerWatch (Herstellervideo) (03:58)

Beim thermoelektrischen Seebeck-Effekt(öffnet im neuen Fenster) wird die Differenz zwischen Umgebungs- und Körpertemperatur genutzt, um eine elektrische Spannung zu erzeugen. Vodafone zeigte 2013 in einem Versuch, dass Schlafsäcke und Hosen geeignet sind, Körperwärme auf die gleiche Weise zu nutzen , um Wärme in Strom umzuwandeln.

Noch handelt es sich bei der Power Watch jedoch nicht um ein fertiges Produkt, auch die Bezeichnung als Smartwatch erscheint zweifelhaft. Die Apps lassen sich derzeit nicht durch neue erweitern. Der Nutzer muss mit den vorhandenen Anwendungen auskommen. Das Gerät verfügt über einen Bewegungssensor, mit dem ein Schrittzähler und ein Schlaftracker realisiert werden. Außerdem gibt es Stoppuhren, Wecker und weitere Uhrfunktionen. Ein Pulsmesser oder gar die Anzeige von Benachrichtigungen vom Smartphone sind nicht vorhanden. Dennoch kann die Uhr per Bluetooth eine Verbindung zu iOS- und Android-Geräten aufnehmen und gespeicherte Fitnessdaten übermitteln.

Die Uhr ist mit einem Memory-LCD von Sharp ausgerüstet. Sie ist bis 50 Meter wasserdicht und soll 2017 auf den Markt kommen. Die Uhr wurde über Indiegogo(öffnet im neuen Fenster) bereits erfolgreich finanziert und brachte 342.000 US-Dollar ein. Ein Exemplar kostet 130 US-Dollar plus 15 US-Dollar Versandkosten. Dazu kommt beim Import nach Deutschland die Einfuhrumsatzsteuer.


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