Abo
  • Services:

Energy Harvesting: Tastatur erkennt Benutzer durch Eigenheiten beim Tippen

Tippe, und ich sage dir, wer du bist: Forscher in den USA und China haben eine Tastatur entwickelt, die ihren Besitzer am Tippen erkennt. Das könnte eine Ergänzung zu herkömmlichen Passwörtern sein. Die Tastatur gewinnt per Energy Harvesting elektrische Energie aus den Tippbewegungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Tastatur mit biometrischer Erkennung der Tippcharakteristik
Tastatur mit biometrischer Erkennung der Tippcharakteristik (Bild: Georgia Institute of Technology, Beijing Institute of Nanoenergy and Nanosystems)

Passwörter können geklaut, Fingerabdrücke kopiert und Gesichtserkennungen mit Fotos in die Irre geleitet werden. Beim Tippen auf der Tastatur erzeugt jeder Anwender jedoch ein spezifisches Muster aus Druck und Geschwindigkeit - und das könnte unsere Rechner künftig sicherer machen.

Stellenmarkt
  1. Carl Spaeter Südwest GmbH, Karlsruhe
  2. Vector Informatik GmbH, Regensburg

Chinesische und US-amerikanische Forscher vom Georgia Institute of Technology und dem Institute of Nanoenergy and Nanosystems in Peking haben eine Tastatur entwickelt, die erkennt, wie stark und wie lange der Nutzer einzelne Tasten drückt. Unter anderem wird Nanophysiker Zhong Lin Wang als Co-Autor genannt, der sich durch Nanogeneratoren hervorgetan hat, die aus natürlichen Quellen wie Luftströmen, Vibrationen und Temperaturunterschieden kleine Mengen elektrischer Energie gewinnen.

Dass es spezifische Muster gibt, die bei jedem Nutzer anders sind und eine sehr gute Identifikation ermöglichen, weiß man zwar schon länger. Doch mit ihrem Prototypen zeigen die Forscher, dass so etwas tatsächlich umsetzbar ist. Ein korrektes, aber nicht mit passendem Druck und richtiger Geschwindigkeit eingegebenes Kennwort könnte demnach als Angriffsversuch gewertet werden.

In ihrem wissenschaftlichen Aufsatz Personalized Keystroke Dynamics for Self-Powered Human-Machine Interfacing der im Journal ACS Nano veröffentlicht wurde, beschreiben die Forscher, was ihre Tastatur sonst noch kann.

Zum einen gewinnt sie die für ihren Betrieb notwendige elektrische Energie durch das Tippen des Anwenders. Das geschieht durch die Reibungselektrizität (Triboelektrischer Effekt), die spezielle Materialien in Nanogröße beim Betätigen der Tasten erzeugen. Das Energy Harvesting kann alternativ zur Auswertung der Tippaktivitäten auch genutzt werden, um kleine Akkus ein wenig aufzuladen. Allerdings muss der Anwender schnell tippen und in Kauf nehmen, dass es sich nicht um eine mechanische Tastatur mit langem Tastenhub handelt. Unter 100 Zeichen in der Minute sollten es nicht sein, teilten die Forscher mit. Zum anderen ist die Oberfläche der Tastatur durch ihre Beschichtung selbstreinigend.

Derzeit existiert die "intelligente Tastatur", wie sie die Forscher nennen, nur als Prototyp. Wann und ob sie auf den Markt kommt, ist nicht bekannt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Toshiba N300 4 TB für 99€ statt 122,19€ im Vergleich, Samsung C24FG73 für 239€ statt...
  2. 49,97€ (Bestpreis!)
  3. mit Gutschein: SUPERDEALS (u. a. HP Windows Mixed Reality Headset VR1000-100nn für 295,20€ statt...
  4. mit den Gutscheinen: DELL10 (für XPS13/XPS15) und DELL100 (für G3/G5)

FreiGeistler 24. Jan 2015

Wüsste ich jetzt gar nicht, glaube schon. Google hat auf den ersten Blick nur was von...

__destruct() 23. Jan 2015

Man kann doch eigentlich viel mehr Energie mit Tastenhub rausbekommen.


Folgen Sie uns
       


Saugen oder Glitzern in Vampyr - Livestream

Es geht hoch her in London anno 1918, wie die Golem.de-Redakteure Christoph und Michael am eigenen, nach Blut lächzenden Körper erfahren.

Saugen oder Glitzern in Vampyr - Livestream Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /