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Energy Harvesting: Strom aus dem Teelicht

T-Pod ist ein kleines Kraftwerk für unterwegs. Betrieben mit einer kleinen Kerze, erzeugt das Gerät Strom für eine Leselampe oder das Laden des Smartphone-Akkus.

Artikel veröffentlicht am ,
T-Pod: Teelichte gibt es überall.
T-Pod: Teelichte gibt es überall. (Bild: Tellurex)

Teelichte werden gern dazu eingesetzt, Tee, Kaffee oder Speisen auf einem Stövchen warm zu halten. Als Leselicht eignen sie sich normalerweise nicht so gut. Ein in den USA entwickelter Generator macht die Kerze jetzt zu einer Stromquelle.

Thermoelektrischer Effekt

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Thermoelectric Power On Demand 1 (T-Pod 1) hat das US-Unternehmen Tellurex das Gerät genannt. Es wandelt unter Ausnutzung des thermoelektrischen Effekts Wärme in elektrischen Strom: Bei bestimmten Stoffen entstehen durch Temperaturunterschiede Thermodiffusionsströme. Das bedeutet, dass sich Elektronen vom wärmeren Ende des Leitermaterials zum kälteren bewegen.

Dieses Prinzip macht sich Tellurex bei seinem T-Pod zunutze: Ein Teelicht erwärmt ein Leitermaterial, das dann Strom erzeugt. Die Leistung beträgt etwa 0,25 Watt. Über einen USB-Anschluss wird dann ein elektrisches Gerät betrieben: So kann eine Lampe mit 25 Leuchtdioden (LED) angeschlossen werden, die im Gegensatz zur Kerze helles und gleichmäßiges Licht zum Lesen liefert. Außerdem bietet Tellurex mit dem T-Pod einen mobilen Akku an, über den später beispielsweise ein Smartphone oder ein MP3-Player geladen werden kann. Ein mobiles Gerät kann auch direkt an den T-Pod angeschlossen werden.

Strom im Zelt

Der T-Pod 1 hat laut Hersteller etwa die Dimensionen einer kleinen Konservendose und wiegt rund 340 Gramm. Damit eigne sich das Gerät sehr gut als Licht- und Energiequelle für den Campingurlaub. Auch bei einem Stromausfall oder im Fall einer Katastrophe soll es gute Dienste leisten.

  • Licht zum Lesen... (Foto: Telurex)
  • ... oder am Lagerfeuer ... (Foto: Telurex)
  • ... ermöglicht das mobile Kraftwerk T-Pod. (Foto: Telurex)
  • Ein Akku gehört dazu - über ihn kann ein mobiles Gerät geladen werden. (Foto: Telurex)
  • Kernstück in ein thermoelektrisches Element, das mit einem Teelicht betrieben wird. (Foto: Telurex)
  • Ein früherer Prototyp (Foto: Telurex)
  • Die größere Variante T-Pod5 wird mit einem Campingkocher betrieben und liefert 5 Watt. (Foto: Telurex)
Licht zum Lesen... (Foto: Telurex)

Tellurex hat allerdings nicht nur Camper und Trekkingtouristen als Zielgruppe im Sinn: T-Pod könne auch gut als Energiequelle in Ländern der Dritten Welt eingesetzt werden, meint das Unternehmen. Dort gebe es oft keinen Stromanschluss - Teelichte aber seien praktisch überall auf der Welt verfügbar. Das Unternehmen will mit der Organisation Rotary International zusammenarbeiten, um T-Pod 1 und T-Pod 5 in diese Regionen der Welt zu bringen. Der größere T-Pod 5 wird mit einem Campingkocher betrieben und liefert eine Leistung von 5 Watt.

T-Pod bei Kickstarter

Tellurex hat den T-Pod 1 bei Kickstarter eingestellt. Darüber will das Unternehmen Geld einwerben, um den thermoelektrischen Generator serienreif zu machen. Die Zielsumme ist 85.000 US-Dollar. Das Projekt endet am 22. Juni 2012 kurz vor 16 Uhr unserer Zeit.

Die ersten 250 T-Pods gibt es für eine Zusage von 69 US-Dollar. Danach kostet das Gerät 89 US-Dollar. Für 159 US-Dollar erhält der Spender einen T-Pod für sich, und ein zweiter geht als Spende an eine Familie in einem Entwicklungsland.

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fabigg 29. Mai 2012

Das Projekt richtet sich an die Menschen in der 3. Welt die über offenem Feuer kochen...

southy 25. Mai 2012

...Teelichter kaufen!

Hotohori 25. Mai 2012

Der Punkt ist: die Hersteller brauchen erst mal genug Geld um eine Serienproduktion...

Endwickler 25. Mai 2012

Naja, muss ja nicht Schrott von Pearl sein, es gibt bestimmt auch bessere Anbieter...


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