Energy Harvesting: Laden beim Laufen

Die Entwicklung des Genneo wird über Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) finanziert. Er soll praktisch im Vorbeigehen Strom generieren, der den großen Akku des Geräts wieder ein Stück weit auflädt. Er ist in zwei Versionen erhältlich. Der größere Akku (G4000) fasst 3.400 mAh bei 14,8 Wh und der kleinere Genneo 2.900 mAh bei 11,1 Wh. Beide lassen sich auch per USB laden und spendieren kleinen über eine USB-Schnittstelle Strom.

Durch den eingebauten Lineargenerator(öffnet im neuen Fenster) , den viele von Schütteltaschenlampen kennen, ist der Genneo recht groß und schwer. Das Modell G4000 ist 247 mm lang und wiegt 990 Gramm. Der G3000 ist mit 208 mm schon etwas kompakter und wiegt 765 Gramm.




Die Initiatoren des Kickstarter-Projekts empfehlen, den Genneo beispielsweise in den Rucksack zu packen, da er beim Wandern so ein wenig Strom generiert. Doch wie bei vielen Kickstarter-Projekten sollte diese Behauptung ein wenig genauer unter die Lupe genommen werden. Beim Laufen werden selbst beim großen Modell nur 0,1 Watt und 25 mA bei 4 Volt erzeugt. Beim G3000 sind es nur 0,07 Watt, 18 mA bei 4 Volt. Effektiver ist da schon das Schütteln. Hier werden beim G4000 immerhin 2 Watt und 500 mA bei 4 Volt erzeugt.
Mit diesen Werten lässt sich wenig anfangen. Griffiger ist da schon die Angabe, dass man fünf Stunden laufen muss, um beim G4000 den Strom für eine Stunde Sprechzeit am Smartphone zu erzeugen. Beim G3000 sind es gar sieben Stunden. Effektiver, aber auch kraftraubender ist das Schütteln. Dabei sollen nach einer Minute 3 Minuten Sprechzeit gewonnen werden.
Die benötigten 100.000 US-Dollar hat das Projekt noch nicht beisammen(öffnet im neuen Fenster) . Bislang wurde erst ungefähr ein Zehntel davon zugesagt. Das Projekt läuft noch mehr als zwei Wochen bis zum 20. November 2013. Der Genneo G3000 soll 175 US-Dollar kosten, während für den G4000 gleich 225 US-Dollar angelegt werden müssen.