Energy Harvesting: Celtro will Implantate mit Strom aus Zellen betreiben

Liefert der Körper künftig selbst den Strom für ein Implantat wie einen Herzschrittmacher? Das Dresdener Startup Celtro arbeitet an einem neuen Energy-Harvesting-Verfahren.

Artikel veröffentlicht am ,
Energy Harvesting: Nach diesem Prinzip funktioniert das Celtro-Verfahren.
Energy Harvesting: Nach diesem Prinzip funktioniert das Celtro-Verfahren. (Bild: Celtro)

Ein Hindernis für medizinische Implantate ist die Energieversorgung. Ein Dresdener Unternehmen hat dafür möglicherweise eine Lösung entdeckt: den vom Körper erzeugten Strom für die Geräte zu nutzen.

Stellenmarkt
  1. Cloud-Server-Administrator (m/w/d) Microsoft
    Mainova AG, Frankfurt am Main
  2. Projektmanager*in (w/m/d) Datenmanagement für On-Demand-Angebote
    Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
Detailsuche

Energy Harvesting werden Verfahren genannt, bei denen elektrische Energie aus der direkten Umgebung eines Gerätes erzeugt wird. Celtro will die elektrische Energie aus Zellen gewinnen: Lebende Zellen in einem Organismus ähnelten biologischen Batterien, die ständig elektrische Energie erzeugten, führt das Unternehmen aus. Diese soll genutzt werden, um medizinische Produkte zu betreiben, so dass diese ohne Akku auskommen.

"Eine Zelle nimmt Zucker als Energieträger auf und setzt diesen in elektrische und mechanische Energie um. In einem normalen Herzen befinden sich Milliarden von Zellen. Ein kleiner Bruchteil der dort umgesetzten Energie wird für den Betrieb autarker Implantate, wie z.B. eines Herzschrittmachers, benötigt", sagte Judith Piorkowski. Die Kardiologin und Elektrophysiologin gehört zum Gründungsteam des Startup.

Implantate werden Energie-autark

Wenn es gelänge, einen kleinen Teil der Energie auf den Zellen zu nutzen, könnten implantierte medizinische Geräte wie Herzschrittmacher energie-autark werden. "Sogar Patienten mit bisher unheilbaren Erkrankungen, wie z.B. einer Querschnittslähmung, könnte dann zukünftig dauerhaft geholfen werden", teilte Celtro mit.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    17.–21. Januar 2022, virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Derzeit konzentriert sich das Startup auf die Chipentwicklung. "Das Mooresche Gesetz ist unser Freund. Die heutigen Halbleitertechnologien sind erstaunlich leistungsfähig. 1.000 Milliarden (10^12) Rechenoperationen pro Sekunde können mit weniger als 1 Watt Energieaufwand durchgeführt werden", sagt Gerd Teepe, Gründer und Geschäftsführer. "Biologische Prozesse sind jedoch viel langsamer. Dies ermöglicht es uns, den Energieverbrauch auf einige Nanowatt zu senken. Dies ist ausreichend für biologische Funktionen und niedrig genug, um vom Gewebe selbst erzeugt zu werden. Autarke implantierbare Systeme werden möglich."

Celtro wurde 2019 gegründet. Im Dezember 2021 hat das Startup seine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation  
Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?

Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat eine dubiose Bundesbehörde ohne Budget entdeckt. Reicht das für einen Wikipedia-Artikel?

Bundesservice Telekommunikation: Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?
Artikel
  1. Elektroauto: VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar
    Elektroauto
    VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar

    Der e-Up gehörte 2021 zu den meistgekauften Elektroautos. Nun will VW den Kleinwagen wieder verfügbar machen.

  2. Bitcoin, Ethereum: Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt
    Bitcoin, Ethereum
    Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt

    Kryptowährungen wie Bitcoin sind unter Anlegern beliebt - doch wie muss man die Gewinne eigentlich versteuern?

  3. Neues Geschäftsmodell: Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken
    Neues Geschäftsmodell
    Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken

    Angesichts drohender Kündigungen will die Luca-App den Bundesländern entgegenkommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Vivobook Flip 14" 8GB 512GB SSD 567€ • Philips OLED 65" Ambilight 1.699€ • RX 6900 16GB 1.489€ • Samsung QLED-TVs günstiger • Asus Gaming-Notebook 17“ R9 RTX3060 1.599€ • Seagate 20TB SATA HDD [Werbung]
    •  /