Ab Mitte der 2020er Jahre lohnt sich das Recycling

Um an die Metalle und das Silizium zu kommen, müssen der Kunststoff und der Kleber entfernt werden. Dafür wurde ein Reaktor entwickelt, in dem unter Ausschluss von Sauerstoff bei rund 900 Grad ein Pyrolyse-Prozess abläuft, bei dem die Polymere und die Klebeschichten verdampfen. Dabei werden Gase wie Methan, Butan oder Propan freigesetzt. Alle anderen Materialien bleiben erhalten und können dann mit gängigen elektrochemischen Verfahren zurückgewonnen werden.

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Die Machbarkeit dieses Verfahrens haben die Projektpartner in kleinem Maßstab nachweisen können: Die Laboranlage hat kleine Stückchen von Solarmodulen verarbeitet. Im nächsten Schritt sollte eines der beteiligten Unternehmen eine Pilotanlage bauen, die ganze Solarmodule verarbeiten sollte.

Damit sollte das Verfahren für den großtechnischen Maßstab vorbereitet werden, um 20.000 bis 30.000 Solarmodule im Jahr verarbeiten zu können. Im Testbetrieb zeigte sich aber, dass sich das Verfahren nicht wirtschaftlich betreiben lässt, weshalb das Projekt kürzlich eingestellt wurde.

Es gibt noch wenig zu recyceln

Allerdings ist der Bedarf an Recycling-Kapazitäten für Solarmodule auch noch gering: Was derzeit in den Recycling-Anlagen landet, sind defekte Module, die etwa beim Transport oder durch Umwelteinflüsse wie Hagel beschädigt werden. Hinzu kommt - ähnlich wie bei den Akkus der Elektroautos - der Produktionsausschuss.

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Mit einem größeren Aufkommen an zu recycelnden Solarmodulen rechnet die Branche erst ab Mitte der 2020er Jahre. Für 2025 werden 20.000 Tonnen pro Jahr prognostiziert, 2027 sollen es 50.000 Tonnen sein.

Ende 2020 waren laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Deutschland rund zwei Millionen Solaranlagen mit einer Nennleistung von 54 Gigawatt installiert. An sonnigen Tagen können die Solaranlagen mehr als zwei Drittel des Stromverbrauchs decken.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

2020 lieferten Solarmodule 50,6 Terawattstunden

Im vergangenen Jahr lieferten Photovoltaikanlagen 50,6 Terawattstunden, was knapp zehn Prozent des Bruttostromverbrauchs entsprach. Alle Erneuerbaren Energien (EE) kamen auf 45 Prozent. Im Bruttostromverbrauch sind auch Netz-, Speicher- sowie Eigenverbrauchsverluste berücksichtigt.

Eine Photovoltaikanlage ist haltbar. Das eingangs erwähnte Hamburger Gesetz geht von einem Amortisationszeitraum von 20 Jahren aus, damit eine Solardachpflicht besteht. Die Nutzungsdauer dürfte aber deutlich länger sein. Im Jahr verliert ein Modul etwa 0,5 Prozent seiner Leistung. Das heißt, nach 30 Jahren hat es noch 80 bis 85 Prozent des ursprünglichen Wirkungsgrades.

Für industrielle Betreiber mögen sich die Module irgendwann nicht mehr lohnen. Aber das bedeutet nicht notwendigerweise, dass diese dann gleich im Recycling landen müssen.

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 Energiewende: Was aus ausgedienten Solarmodulen wirdSolaranlagen weiterverwenden 
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Zoe2020 02. Jun 2021

Die Kombimodule gab es früher. Das Problem, sie sind natürlich teurer und man benötigt in...

UWS 01. Jun 2021

Als Kältetechniker bin ich es gewohnt, Herstellung und Recycling mit einzuberechnen. Also...

Vögelchen 31. Mai 2021

Die werden an Privatleute als Neuware auf eBay von deutschen Anbietern verkauft! Habe mir...

droektar 31. Mai 2021

Was kann man mit den GaAs-Dünnschichtmodulen machen? Arsen ist immerhin sehr giftig. Kann...

Denni 31. Mai 2021

.. seh ich genauso, sobald es Richtung 100¤ pro kWh Gesamtkosten geht (evtl. noch etwas...



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