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Energiewende: Total will angeblich aus Meereswindparks aussteigen

Der Mineralölkonzern Total hat offenbar das Interesse an Windparks in Nord- und Ostsee verloren. Das gefährdet den Ausbau der erneuerbaren Energien.
/ Friedhelm Greis
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Meereswindparks, wie vor der britischen Küste, stellen eine recht zuverlässige Energiequelle dar. (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)
Meereswindparks, wie vor der britischen Küste, stellen eine recht zuverlässige Energiequelle dar. Bild: Dan Kitwood/Getty Images
Inhalt
  1. Energiewende: Total will angeblich aus Meereswindparks aussteigen
  2. Sicherheitsleistung könnte zurückgefordert werden

Der Mineralölkonzern Total Energies will bereits ersteigerte Flächen für Windparks an der deutschen Nordsee- und Ostseeküste wieder zurückgeben. Das berichten der Sender NDR(öffnet im neuen Fenster) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) unter Berufung auf Aussagen und ein internes Diskussionspapier des Unternehmens. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass BP und Total die Vergabe weiterer Flächen verzögern wollten.

BP und Total ersteigerten im Juli 2023(öffnet im neuen Fenster) für jeweils 6,74 beziehungsweise 3,75 Milliarden Euro die Rechte an drei Nordsee-Windparks mit einer Erzeugungsleistung von jeweils 2 Gigawatt. Total ersteigerte zusätzlich für 2,07 Milliarden Euro eine Fläche in der Ostsee und im Juni 2024(öffnet im neuen Fenster) für knapp zwei Milliarden Euro eine weitere Lizenz für 1,5 Gigawatt Leistung in der Nordsee, was einen Gesamtpreis von fast 8 Milliarden Euro ergibt.

Angeblich verzögert sich der Netzausbau

Dem NDR-Bericht zufolge sollen Vertreter von Total Anfang Mai 2026 in einer Sitzung des Bundesverbands der Offshore-Wind-Branche (BWO) angekündigt haben, dass sie die ersteigerten Flächen wieder loswerden wollten. Damals unterlegene Bieter könnten ihm gerne Angebote unterbreiten, soll der Vertreter von Total gesagt haben. Die angesprochenen Firmen hätten den Vorschlag brüskiert zurückgewiesen.

Den Ausstieg habe das Unternehmen zudem in einem internen Diskussionspapier beschrieben. Demnach könnten "einzelne Projekte aus den Auktionsrunden 2023 bis 2025 voraussichtlich nicht realisiert" werden. Als Grund nennt Total dem Bericht zufolge die Verzögerungen im Netzausbau und Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für die Rückgabe der Flächen werde sogar noch Geld vom Staat gefordert.


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