Eine Quote für E-Fuels im Flugverkehr

Wasserstoff- und Elektroflugzeuge können möglicherweise in Zukunft zumindest einen Teil des Flugverkehrs abdecken, doch die Entwicklung ist noch in einem frühen Stadium und absehbar werden Langstreckenflüge weiterhin Kerosin benötigen.

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Als Möglichkeit gelten hier synthetische Kraftstoffe, oft auch E-Fuels genannt. Dabei wird aus Wasserstoff und Kohlendioxid, welches aus der Luft gefiltert werden kann, Treibstoff mit der Fischer-Tropsch-Synthese hergestellt. Bisher wird E-Kerosin kaum eingesetzt, es gibt lediglich einige sehr kleine Modellprojekte.

Agora schlägt hier vor, diese Entwicklung durch eine relativ ambitionierte Quote anzuschieben. Die Flugverkehrsunternehmen sollen demnach zehn Prozent ihres Treibstoffs mittelfristig aus E-Fuels decken. Das würde dann dafür sorgen, dass sowohl die dafür nötige Wasserstoffproduktion als auch die Fischer-Tropsch-Technologie und die Direct-Air-Capture-Technologie ausgebaut werden müssen. Die Kosten würden in dem Fall letztendlich auf die Flugtickets aufgeschlagen werden.

Wasserstofffähige Gaskraftwerke und grüne Labels

Neben einer E-Kerosin-Quote und den Differenzverträgen macht Agora eine Reihe weiterer Vorschläge. So sollen Gaskraftwerke künftig so ausgelegt werden, dass sie auch mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden können. Mit grünem Wasserstoff betriebene Gaskraftwerke könnte man im Rahmen der Förderung für Kraft-Wärme-Kopplung mit Prämien unterstützen.

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Ein Labelsystem könnte dafür sorgen, dass Produkte, die mit klimaneutralen Rohstoffen produziert wurden, entsprechend ausgezeichnet werden. Staaten könnten dann auch vorschreiben, dass öffentliche Stellen beim Einkauf entsprechende Produkte bevorzugen müssen und somit einen frühen Markt schaffen.

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Zu einer umstrittenen Frage äußert sich Agora ebenfalls, nämlich zu blauem Wasserstoff, der zwar aus fossilen Rohstoffen hergestellt wird, dessen Kohlendioxid-Emissionen aber mit der Carbon-Capture-and-Storage-Technologie (CCS) abgefangen werden. Ihn sieht Agora durchaus als Option in einer Übergangsphase, solange nicht genügend grüner Wasserstoff bereitsteht. Man sieht hier aber keine Notwendigkeit für besondere Förderinstrumente.

"Die EU hat sich das Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Dafür muss fossiler Wasserstoff durch erneuerbare Alternativen ersetzt werden", schreibt Agora Energiewende zur Veröffentlichung der Studie. "Die Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff ist jedoch deutlich teurer als die Nutzung fossiler Brennstoffe. Daher ist es im Zuge der Transformation hin zur Klimaneutralität vor allem entscheidend, die Produktionskosten von erneuerbarem Wasserstoff drastisch zu senken."

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 Das grüne Stahlwerk kostet mehr
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Dwalinn 22. Jul 2021

exakt so steht es auch im Artikel. Wasserstoff kann/muss dort eingesetzt werden wo...

nohoschi 14. Jul 2021

Vor fünf Jahren ist mir konsequent entgegnet worden, dass die Speicherung von Energie in...

smonkey 14. Jul 2021

https://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2019/Sep/IRENA_Hydrogen_2019...



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