Das grüne Stahlwerk kostet mehr

Eine Branche, in der die Differenzverträge als Schlüssel auf dem Weg zur Klimaneutralität gelten, ist die Stahlindustrie. Technologisch ist im Grunde klar, was passieren soll: Statt mit Kohle sollen die Stahlwerke der Zukunft mit Wasserstoff arbeiten.

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In Deutschland haben alle Stahlkonzerne Modellprojekte und Pläne für diesen Umstieg angekündigt. Für viele von ihnen stehen Reinvestitionsentscheidungen an, alte Kohle-Hochöfen müssen ersetzt werden. Doch in Wasserstoff-Direktreduktionsanlagen werden die Konzerne nur investieren, wenn es sich rechnet.

Bei einem Differenzvertrag würden der Staat und damit letztendlich der Steuerzahler den Preisunterschied decken. Ein Stahlunternehmen bekäme zugesichert, dass es für jede Tonne grünen Stahl die entstehenden Mehrkosten ersetzt bekommt. Stahlwerke sind hier nur ein Beispiel, für eine klimaneutrale Chemiefabrik etwa würde der Mechanismus analog funktionieren.

Genaue Kosten hängen vom Zusammenspiel mit dem Emissionshandel ab

Wie viel die Differenzverträge letztendlich kosten, hängt von der genauen Ausgestaltung ab. Agora gibt daher auch eine relativ hohe Preisspanne an - zwischen vier und zehn Milliarden pro Jahr für die gesamte EU.

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Relevant ist hier vor allem, wie sich der europäische Emissionshandel weiterentwickelt. Bisher erhalten Stahlkonzerne die Emissionszertifikate, die ihnen den Ausstoß von Kohlendioxid erlauben, kostenlos. Diese kostenlose Zuteilung wird damit begründet, dass die Unternehmen im internationalen Wettbewerb stehen und somit mit Unternehmen konkurrieren, in deren Ländern Kohlendioxid-Emissionen nichts kosten. Diese Problematik wird auch als Carbon Leakage bezeichnet.

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Die EU plant, künftig einen Kohlendioxid-Grenzausgleich einzuführen. Das würde bedeuten, dass Importe aus Ländern, in denen kein Kohlendioxid-Preissystem existiert, entsprechend Aufschläge zahlen müssten, während umgekehrt bei Exporten aus der EU Unternehmen diese Kosten ersetzt bekommen. Wie das im Detail aussehen wird, ist jedoch noch offen. Insbesondere ist strittig, ob damit auch die kostenlose Zuteilung der Emissionszertifikate beendet wird.

Neben den Differenzverträgen schlägt Agora eine Maßnahme vor, die sich konkret auf einen Sektor bezieht, der in Sachen Klimaneutralität als besonderer Problemfall gilt: der Flugverkehr.

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 Energiewende: Starthilfe für günstigen grünen WasserstoffEine Quote für E-Fuels im Flugverkehr 
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Dwalinn 22. Jul 2021

exakt so steht es auch im Artikel. Wasserstoff kann/muss dort eingesetzt werden wo...

nohoschi 14. Jul 2021

Vor fünf Jahren ist mir konsequent entgegnet worden, dass die Speicherung von Energie in...

smonkey 14. Jul 2021

https://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2019/Sep/IRENA_Hydrogen_2019...



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