Das grüne Stahlwerk kostet mehr

Eine Branche, in der die Differenzverträge als Schlüssel auf dem Weg zur Klimaneutralität gelten, ist die Stahlindustrie. Technologisch ist im Grunde klar, was passieren soll: Statt mit Kohle sollen die Stahlwerke der Zukunft mit Wasserstoff arbeiten.

Stellenmarkt
  1. Assistenz (m/w/d) für Standortleitung
    KWA Stift Rottal, Bad Griesbach
  2. Analyst* Hauptbereiche Energie, Finanzen und IT
    ENERTRAG Aktiengesellschaft, Berlin
Detailsuche

In Deutschland haben alle Stahlkonzerne Modellprojekte und Pläne für diesen Umstieg angekündigt. Für viele von ihnen stehen Reinvestitionsentscheidungen an, alte Kohle-Hochöfen müssen ersetzt werden. Doch in Wasserstoff-Direktreduktionsanlagen werden die Konzerne nur investieren, wenn es sich rechnet.

Bei einem Differenzvertrag würden der Staat und damit letztendlich der Steuerzahler den Preisunterschied decken. Ein Stahlunternehmen bekäme zugesichert, dass es für jede Tonne grünen Stahl die entstehenden Mehrkosten ersetzt bekommt. Stahlwerke sind hier nur ein Beispiel, für eine klimaneutrale Chemiefabrik etwa würde der Mechanismus analog funktionieren.

Genaue Kosten hängen vom Zusammenspiel mit dem Emissionshandel ab

Wie viel die Differenzverträge letztendlich kosten, hängt von der genauen Ausgestaltung ab. Agora gibt daher auch eine relativ hohe Preisspanne an - zwischen vier und zehn Milliarden pro Jahr für die gesamte EU.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Relevant ist hier vor allem, wie sich der europäische Emissionshandel weiterentwickelt. Bisher erhalten Stahlkonzerne die Emissionszertifikate, die ihnen den Ausstoß von Kohlendioxid erlauben, kostenlos. Diese kostenlose Zuteilung wird damit begründet, dass die Unternehmen im internationalen Wettbewerb stehen und somit mit Unternehmen konkurrieren, in deren Ländern Kohlendioxid-Emissionen nichts kosten. Diese Problematik wird auch als Carbon Leakage bezeichnet.

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Die EU plant, künftig einen Kohlendioxid-Grenzausgleich einzuführen. Das würde bedeuten, dass Importe aus Ländern, in denen kein Kohlendioxid-Preissystem existiert, entsprechend Aufschläge zahlen müssten, während umgekehrt bei Exporten aus der EU Unternehmen diese Kosten ersetzt bekommen. Wie das im Detail aussehen wird, ist jedoch noch offen. Insbesondere ist strittig, ob damit auch die kostenlose Zuteilung der Emissionszertifikate beendet wird.

Neben den Differenzverträgen schlägt Agora eine Maßnahme vor, die sich konkret auf einen Sektor bezieht, der in Sachen Klimaneutralität als besonderer Problemfall gilt: der Flugverkehr.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Energiewende: Starthilfe für günstigen grünen WasserstoffEine Quote für E-Fuels im Flugverkehr 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Alloy Origins Core im Test
Full Metal Keyboard

Mit ihren guten Schaltern und dem hochwertigen Gehäuse ist die Alloy Origins Core eine Top-Tastatur - die jetzt auch mit deutschem Layout verfügbar ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

Alloy Origins Core im Test: Full Metal Keyboard
Artikel
  1. Windows 365: Der mietbare Cloud-PC mit Windows kann bestellt werden
    Windows 365
    Der mietbare Cloud-PC mit Windows kann bestellt werden

    Microsoft startet mit Windows 365 und gibt Preise für den Cloud-PC bekannt. Die VMs sollen wie physische Windows-PCs funktionieren.

  2. Plastikmüll: Bebot reinigt den Strand von Müll
    Plastikmüll
    Bebot reinigt den Strand von Müll

    Der Roboter Bebot soll zur automatischen Strandsäuberung eingesetzt werden und kann auch kleinere Plastikteile aussieben.

  3. Mozilla: Firefox verliert 20 Prozent Nutzer in zweieinhalb Jahren
    Mozilla
    Firefox verliert 20 Prozent Nutzer in zweieinhalb Jahren

    Die offiziellen Nutzer-Statistiken des Firefox-Browsers sehen für Mozilla nicht gut aus. Immerhin wird der Browser intensiver genutzt.

Dwalinn 22. Jul 2021 / Themenstart

exakt so steht es auch im Artikel. Wasserstoff kann/muss dort eingesetzt werden wo...

nohoschi 14. Jul 2021 / Themenstart

Vor fünf Jahren ist mir konsequent entgegnet worden, dass die Speicherung von Energie in...

smonkey 14. Jul 2021 / Themenstart

https://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2019/Sep/IRENA_Hydrogen_2019...

Kommentieren



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Samsung C27RG54FQU, 27 Zoll, curved 203,55€ • PlayStation Plus 12 Monate + PlayStation Now 1 Monat 59,99€ • Hisense UHD-Fernseher • Mega-Marken-Sparen bei MM • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten [Werbung]
    •  /