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Energiewende:
Sparc macht Fusionsforschung kleiner, billiger und schneller

Das MIT will bis 2025 einen Fusionsreaktor mit altbekannter Technik, aber modernen Supraleitern bauen. Er soll mit Iter vergleichbar sein.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Der Sparc-Reaktor soll Kernfusion ähnlich wie Iter demonstrieren. (Bild: CFS/MIT-PSFC - CAD Rendering by T. Henderson)
Der Sparc-Reaktor soll Kernfusion ähnlich wie Iter demonstrieren. Bild: CFS/MIT-PSFC - CAD Rendering by T. Henderson / CC-BY-SA 4.0

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) will zusammen mit Commonwealth Fusion Systems (CFS)(öffnet im neuen Fenster) bis 2025 einen Fusionsreaktor bauen, der deutlich mehr Energie aus Kernfusion erzeugt, als für die Kernfusion benötigt wird. Er soll die Leistungsdaten des Kernfusionsreaktors Iter erreichen können. Der Fusionsreaktor Sparc(öffnet im neuen Fenster) soll der Vorbereitung des sogenannten ARC-Reaktors für ein Fusionskraftwerk(öffnet im neuen Fenster) dienen. Pläne dafür wurden schon 2015 vorgestellt.

Die Pläne für Sparc sind keineswegs unrealistisch. Die Konstruktion ist konservativ und entspricht in Form, Funktion und Größe weitgehend den aktuellen torusförmigen Reaktoren, wie etwa Asdex Upgrade in Garching.(öffnet im neuen Fenster) Die entscheidende Neuerung ist, dass das Magnetfeld zum Einschluss des Plasmas mit modernen Rebco-Supraleitern(öffnet im neuen Fenster) aus seltenen Erden, Barium und Kupferoxid erzeugt wird statt mit Kupferspulen oder Supraleitern aus Zinn und Niob. REBCOs wurden in der Kernfusion bislang noch nie verwendet. Statt Iters Magnetfeldstärke von nur 5,5 Tesla erreicht Sparc 12,2 Tesla.

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