Energiewende: Solarstrom 87 Prozent billiger als vor 15 Jahren
Der Bericht der International Renewable Energy Agency(öffnet im neuen Fenster) beruht auf mehr als 25.000 weltweiten Projekten, die erneuerbare Energien produzieren. Laut der Analyse lagen die Stromgestehungskosten für Solarkraftwerke im Jahr 2024 bei 0,043 US-Dollar pro Kilowattstunden (kWh). Nach aktuellem Kurs wären das 0,037 Euro.
Umgerechnet auf die Kosten nach installierter Leistung ergibt das 590 Euro pro Kilowatt im weltweiten Durchschnitt. In Europa lagen die Kosten bei 660 Euro pro Kilowatt. Gemeint ist damit die mögliche Spitzenleistung der Anlage bei idealer Einstrahlung des Sonnenlichts. Realistischer ist aber die zu erwartende Strommenge über die Lebensdauer, auf der auch Stromgestehungskosten beruhen.
Damit ist laut der Untersuchung keine fossile Energiequelle preiswerter als Strom aus Photovoltaik. Nur Windkraft an Land unterbietet die Kosten noch einmal um 20 Prozent, was etwas weniger als 3 Cent je kWh macht.
Konstant sinkende Strompreise
Der Rückblick auf die erste Erhebung von 2010 zeigt zudem, dass in den vergangenen 15 Jahren die Preise für Photovoltaikanlagen annähernd gleichmäßig um 13 Prozent im Jahr zurückgingen. Eine kWh kostet aktuell nur noch ein Siebtel im Vergleich zu 2010.
Damals mussten für ein Kilowatt Solarleistung mehr als 5.000 Euro investiert werden. Die Inflationsrate ist dabei noch gar nicht berücksichtigt.
Inklusive Kaufkraftverlust hätte man damals sogar 6.700 Euro für jedes Kilowatt zahlen müssen. Das deckt sich grob mit den recherchierbaren Daten, wobei die damaligen Fördergelder herausgerechnet werden müssten, was die Vergleichbarkeit zumindest für Deutschland schwierig macht.
Batteriepreise fallen noch schneller
Untersucht wurden außerdem weltweite Energieprojekte für fossile Energieträger. Dabei zeigte sich, dass gerade einmal 9 Prozent(öffnet im neuen Fenster) aller Projekte mit erneuerbaren Energiequellen teurer waren als die günstigste fossile Stromquelle.
Durchschnittlich war Photovoltaik 41 Prozent günstiger und Windkraft an Land sogar 53 Prozent preiswerter als der Durchschnitt der neuen Projekte aus fossiler Energie.
Auch die Installationskosten von Batteriespeichersystemen wurden in dem Bericht geprüft. Diese kosteten 2024 im Durchschnitt 160 Euro pro Kilowattstunde und damit 93 Prozent weniger als 2010, als fast 2.200 Euro für die gleiche Kapazität bezahlt werden mussten.
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