Energiewende: Renault baut Stromspeicher in ein Kraftwerk

Was wird aus den ausgedienten Akkus von Elektroautos? Renault setzt sie als Netzspeicher ein und nutzt dabei die Infrastruktur aus der Zeit des Kohlestroms.

Artikel veröffentlicht am ,
Projekt "Advanced Battery Storage" im Kraftwerk Elverlingsen: eines der größten stationären Energiespeichersysteme in Europa
Projekt "Advanced Battery Storage" im Kraftwerk Elverlingsen: eines der größten stationären Energiespeichersysteme in Europa (Bild: Renault)

Strom speichern statt Strom erzeugen: Der französische Autohersteller Renault hat auf dem Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks in Nordrhein-Westfalen einen Netzspeicher in Betrieb genommen. Er besteht aus den Akkus von Elektroautos.

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Der Speicher setzt sich aus 72 Akkus zusammen des Elektroautos Renault Zoe, die insgesamt eine Kapazität von 3 Megawattstunden haben. An dem Projekt beteiligt waren neben Renault das Münchener Technologieunternehmen The Mobility House, das schon an mehreren großen Speicherprojekten mitgearbeitet hat, darunter dem in der Amsterdamer Johann-Cruijff-Arena und Fenecon, einem Unternehmen das Speicherlösungen anbietet.

Renault will Speicher in ganz Europa bauen

Der Speicher in dem Kohlekraftwerk in Nordrhein-Westfalen ist Teil von Renaults Projekt "Advanced Battery Storage". Dessen Ziel ist, in Europa Netzspeicher mit einer Kapazität von insgesamt 70 Megawattstunden aufzubauen. In den Speichern sollen gebrauchte, aber auch neue Elektroautos-Akkus verbaut werden.

Elverlingsen ist der zweite Standort des Projekts. Der erste ist Douai in Nordfrankreich. Renault hat auf dem Gelände seines dortigen Werks einen Speicher mit einer Kapazität von 4,7 Megawattstunden installiert. Weitere Standorte sind in Planung. Der Advanced Battery Storage soll laut Renault "eines der europaweit größten stationären Energiespeichersysteme mit Elektroauto-Batterien" werden.

Stillgelegte Kraftwerke seien als Standort für Speicher gut geeignet, sagte André Thess im vergangenen Jahr im Gespräch mit Golem.de, weil dort die Infrastruktur vorhanden sei, um den Strom ins Netz einzuspeisen. Thess ist Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und hat ein Konzept mitentwickelt, um ehemalige Kohlekraftwerke zu thermischen Energiespeichern umzubauen

Renault ist nicht der erste Autohersteller, der einen Speicher betreibt: Auf dem Gelände des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen im Sauerland läuft seit knapp zweieinhalb Jahren ein Akkuspeicher mit einer Kapazität von 9,8 Megawattstunden des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler.

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sigii 26. Nov 2020

Der Kollege im anderen Kommentar weist darauf hin, dass dadurch genug Anbindung da ist...

sigii 25. Nov 2020

Deine Aussage von oben ist quasi, dass die Differenz zwischen Grundlast und Spitzenlast...


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