Energiewende: Preis für stationäre LFP-Akkus sinkt um fast die Hälfte

Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien sind im zu Ende gehenden Jahr 2025 um acht Prozent auf 108 US-Dollar pro Kilowattstunde (kWh) gesunken. Das geht aus einer Analyse des Wirtschaftsdienstes Bloomberg New Energy Finance (NEF)(öffnet im neuen Fenster) hervor.
"Anhaltende Überkapazitäten in der Zellproduktion, intensiver Wettbewerb und die fortschreitende Umstellung auf kostengünstigere Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) trugen trotz gestiegener Metallkosten zu diesem Preisrückgang bei" , hieß es zur Begründung.
Die Preise für Akkupacks für stationäre Speicher sanken demnach auf 70 US-Dollar pro kWh, das sind 45 Prozent weniger als noch im Jahr 2024. "Dies ist der stärkste Rückgang aller Segmente und macht stationäre Speicher erstmals zum günstigsten Segment" , hieß es weiter.
Akkupacks für batterieelektrische Fahrzeuge kosteten laut Bloomberg in diesem Jahr durchschnittlich 99 US-Dollar pro kWh. Damit unterschritten sie das zweite Jahr in Folge die Marke von 100 US-Dollar/kWh .
Starke Unterschiede je nach Zellchemie
Allerdings hängt der Preis weiterhin stark von der Zellchemie ab. So kosteten LFP-Akkupacks durchschnittlich 81 US-Dollar/kWh, während Batterien auf der Basis von Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) mit 128 US-Dollar/kWh fast 60 Prozent teurer waren. Umgerechnet kostet ein LFP-Akku mit 60 kWh Kapazität demnach etwas mehr als 4.100 Euro, ein vergleichbarer NMC-Akku etwa 6.500 Euro.
Auch ob ein Akkupaket in China oder Europa produziert wird, entscheidet über den Preis. "In Nordamerika und Europa lagen die Preise um 44 Prozent beziehungsweise 56 Prozent höher. Dies spiegelt höhere lokale Produktionskosten und eine größere Abhängigkeit von importierten Batteriezellen wider, die im Vergleich zu den Preisen in China in der Regel teurer sind" , schreibt Bloomberg. Während die Preise in China um 13 Prozent gefallen seien, habe der Rückgang in Europa nur bei 8 Prozent gelegen.
Für das kommende Jahr ist dem Bericht zufolge trotz steigender Rohstoffpreise ein weiterer Preisrückgang zu erwarten. Grund dafür sei die zunehmende Verbreitung von LFP-Akkus, hieß es.
Langfristig dürften anhaltende Investitionen in Forschung und Entwicklung, Fertigungseffizienz und der Ausbau der Lieferkette weitere technische Verbesserungen und Kostensenkungen begünstigen. Auch neue Verfahren wie Silizium- und Lithium-Metall-Anoden, Festkörperelektrolyte, neue Kathodenmaterialien und neue Zellfertigungsverfahren dürften eine wichtige Rolle bei der nächsten Welle von Preissenkungen spielen.



